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20.000 Euro Spende:

Krebshilfe Südhessen e.V. übergibt ein mobiles Ultraschallgerät an das Ambulante Palliativteam - eine große Hilfe für die Ärztinnen und Ärzte und die Patienten, Krankenhauseinweisungen können so vermieden werden

Bei der Übergabe - von rechts nach links: Geschäftsführer Prof. Dr. Nawid Khaladj, Dr. Katja Härtner vom Verein Krebshilfe Südhessen, Kristina Meyer, Leitende Ärztin des Ambulanten Palliativteams, Prof. Dr. Helga Bernhard, Direktorin der Medizinischen Klinik V, zu der das Ambulante Palliativteam gehört.

„In unserer täglichen Arbeit kommt es regelhaft vor, dass zur Einordnung von Schmerz- oder Atemnotzuständen eine Ultraschalluntersuchung vor Ort zur Eingrenzung der Ursachen erforderlich ist. Wenn sich durch die Grunderkrankung bedingt freies Wasser in Bauchhöhle oder Brustkorb angesammelt hat können wir ultraschallgesteuerte Punktionen vornehmen und so Beschwerden wie Luftnot, Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen unmittelbar lindern. Stationäre Einweisungen und Krankenhausaufenthalte werden hierdurch im Sinne der Patienten vermieden“, schildert die Ärztliche Leiterin des Ambulanten Palliativteams J.K. Kristina Meyer. Daher war die Freude groß, als das Team erfuhr, der Verein Krebshilfe Südhessen e.V. werde mit einer Spende in Höhe von 20.000 Euro die Anschaffung eines mobilen Ultraschallgeräts ermöglichen.

Am heutigen Dienstag, 28. Januar, übergab die 1. Vorsitzende des Vereins, Dr. Katja Härtner, das Geschenk offiziell im Beisein von Geschäftsführer Prof. Dr. Nawid Khaladj: ein tragbares Sonogerät Edge-II der Firma Sonosite Fujifilm mit Schallkopf für den Bauch-/Brustbereich. Prof. Dr. Nawid Khaladj wies darauf hin, dass in der gesetzlich geregelten dualen Krankenhausfinanzierung die Länder für die Investitionsmittel der Krankenhäuser zuständig sind, dies umfasse auch die Anschaffung von medizintechnischen Geräten. Da diese Investitionsmittel aber seit Jahren nicht auskömmlich seien, „sind wir sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung und Spenden, die die Arbeit unserer Mitarbeitenden erleichtern und den Patienten zugutekommt.“

Das Palliativteam besitzt bereits ein etwas älteres, tragbares Ultraschallgerät zusätzlich hatte der Förderverein Südhessen e.V. vor einigen Jahren bereits zwei kleine Handheld-Geräte gestiftet, deren Einsatz sich sehr bewährt hat. Mit dem neuen Gerät und seiner höheren Auflösung ist es dem Team jetzt noch besser möglich, sichere Punktionswege zu finden oder Organveränderungen (Lebermetastasen) als Beschwerdeursache zu erkennen. „Das Gerät entspricht den aktuellsten Anforderungen, es ist stabil, abwischbar und somit für den Außeneinsatz sehr gut geeignet. Mit einem Gewicht von ca. 3,5 Kilo zusätzlich zum vorhandenen Gepäck Medikamententasche, Dokumente, Arztkoffer sowie Punktionsset lassen sich Hausbesuche gut bewerkstelligen“, führt Kristina Meyer weiter aus und betont: „Alle ärztlichen Mitarbeiter unseres Teams sind in diesen Maßnahmen geschult und langjährig erfahren.“

Die Spende erleichtert den Arbeitsablauf enorm, denn das Team hat parallel mehrere Ärztinnen und Ärzte im Außeneinsatz; jetzt kann jeder ein Ultraschallgerät mitnehmen und damit zu jeder Zeit auch auf unvorhersehbare Situationen beim regulären Hausbesuch oder Erstbesuch eines Patienten vorbereitet sein. 

Kristina Meyer dankt deshalb dem Verein Krebshilfe Südhessen einmal mehr: „Seit Jahren bekommen wir über den Verein wertvolle Unterstützung für die Mobilität und Ausstattung des Teams. In den Anfangszeiten war durch Spenden ein Auto für Hausbesuchsfahrten ermöglicht worden, eine weitere Spende machte die Teamunterstützung durch eine Sozialpädagogin möglich, um auch psychosoziale Belange der Patienten gut abdecken zu können. Aromatherapie, zusätzliche Fortbildungsmaßnahmen sind weitere Angebote, die regelhaft durch den Förderverein finanziell unterstützt werden.“

Das Ambulante Palliativteam ist Teil der Medizinischen Klinik V, in der Kristina Meyer auch als Oberärztin arbeitet, und besteht aus Fachärzten mit der Zusatzqualifikation Palliativmedizin, erfahrenen Pflegekräften mit Zusatzweiterbildung „palliative care", Schmerztherapie und spezielles Wundmanagement. Das Palliativteam kooperiert mit den versorgenden Hausärzten und ambulanten Pflegediensten und wird unterstützt von Sozialarbeitern, Seelsorgern, Psychoonkologen und ehrenamtlichen Hospizhelfern der in der Region tätigen Hospizgruppen.

Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit fortgeschrittener, lebensbedrohlicher Erkrankung, die Begleitung im häuslichen Umfeld oder Pflegeheim und Unterstützung der Angehörigen. Die Kosten für die Betreuung werden auf Antrag von den Krankenkassen übernommen gemäß der gesetzlichen Regelung §37b SGB V.

Mehr Infos unter: www.klinikum-darmstadt.de – Stichwort Ambulantes Palliativteam