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Flexibel und digital statt Zettelwirtschaft

Klinikum Darmstadt baut besuchssystem.de aus und bietet ab sofort einen Väter-Pass für die Geburtsklinik an

Von links nach rechts: Michael Bingel, Dr. Maike Manz, Guido Oberhäuser, Sabine Brase, Prof. Dr. Nawid Khaladj (Geschäftsführer der Klinikum Darmstadt GmbH) und Gerhard Ertl.

„Manchmal ist eine Aufgabe so wichtig, dass sie umgesetzt werden muss!“, 

sagen Guido Oberhäuser und Michael Bingel, die Köpfe hinter dem Online-Besucher-Managementsystem besuchssystem.de. „Als es um die Wiederöffnung der Krankenhäuser und Einrichtungen für Besucher ging, wurde schnell klar, dass eine Papierlösung für die Besuchskontrolle einen hohen Aufwand, insbesondere für das Pflegepersonal, bedeutet. Mit Besuchssystem.de möchten wir unseren kleinen Beitrag zur Entlastung leisten. Damit sich das Krankenhauspersonal auf die konzentrieren kann, auf die es ankommt: Die Patienten!“

Pflegedirektorin Sabine Brase und Gerhard Ertl, CIO / Leitung Informations-, Medizin- und Telekommunikationstechnik waren sofort begeistert von der digitalen Lösung. „Besuchende auf den Stationen so zu koordinieren, dass Abstände eingehalten und nicht zwei Patient*innen in einem Zimmer zugleich Besuch bekommen und dazu noch die Registrierungsformulare auszufüllen und abzulegen, das hätte uns sehr viel Zeit im Team gekostet. Zeit, die uns für unsere Patientinnen und Patienten gefehlt hätte“, erläutert Sabine Brase. „Uns hat auch überzeugt, dass diese digitale Lösung DS-GVO-konform ist. Die Besucherdaten werden vollständig erfasst und archiviert, um Infektionsketten nachverfolgen zu können. Nach Ablauf der gesetzlichen Frist werden die Daten automatisch vernichtet“, ergänzt Gerhard Ertl, der sich freut, dass das System innerhalb von wenigen Wochen nach dem Erstkontakt zu dem Startup-Unternehmen realisiert und umgesetzt werden konnte.

Das System wurde so angepasst, dass es die in Hessen und im Klinikum Darmstadt geltenden Besucherregelungen gewährleistet. Zudem ist es tagesaktuell dem Infektionsgeschehen zimmergenau anzupassen. Alle Stationen können immer davon ausgehen, dass die Regeln für die Besuche auf der Station eingehalten werden. Die Anzahl der gleichzeitigen Besucher*innen kann pro Zimmer, pro Station, pro Fachabteilung oder pro Krankenhaus eingestellt werden. Die Terminvereinbarung übernimmt das System. An den geöffneten Eingängen können angemeldete Besucher per Scan ein- und ausgecheckt werden. 

Väter-Pass für die Geburtsklinik und 24/7 freien Zugang

Extra fürs Klinikum Darmstadt hat besuchssystem.de einen Väter-Pass programmiert, der Vätern auf der Geburtsstation den freien Zugang 24/7 mit einer hundertprozentigen Nachverfolgung erlaubt – durch Ein- und Auscheckzeiten. „Für uns gehören Väter bei der Geburt selbstverständlich dazu. Und auch in den ersten Tagen dürfen Väter oder Partner*innen Frau und Neugeborenes uneingeschränkt besuchen, so können junge Familien zueinanderfinden. Aufgrund von Corona ist es natürlich wichtig, nur gesunde Väter einzulassen und nachvollziehbar zu machen, wann wer auf Station war. Dies hätten wir mit einer Zettelwirtschaft nicht bewerkstelligen können. So sind wir sehr froh, dass das Startup so flexibel auf unsere Sonderwünsche eingehen konnte“, sagt Dr. Maike Manz, Leiterin der Geburtshilfe am Klinikum Darmstadt. 

Für die Geschäftsführung äußert Clemens Maurer: „Die Corona-Lage ist für Patienten, Besucher und Mitarbeitende eine große Herausforderung. Deshalb sind wir immer auf der Suche nach Verbesserungen und wenn möglich nach flexiblen, digitalen Lösungen. Das Besuchssystem.de eignet sich sehr gut für uns als Maximalversorger mit derzeit rund 850 Betten. Wir können damit die vorgeschriebene Nachvollziehbarkeit der Besuche digital abbilden und auf wechselnde Situationen schnell reagieren. Besonders optimal ist die individuelle Anpassung des Systems auf unsere speziellen Bedürfnisse. Das System gibt uns so die Möglichkeit, Besucherströme aktiv zu lenken, Obergrenzen festzulegen und somit Mitarbeitende und Patienten bestmöglich vor Ansteckung mit Sars-CoV-2 zu schützen.“