Neubau

Neue Linearbeschleuniger eingebracht

Höchste Präzision bei maximaler Sicherheit: Installation neuer Linearbeschleuniger in Bauteil 3 per Kran

Einer von zwei neuen Linearbeschleunigern, die im Dezember ihren Dienst aufnehmen. Foto: Klinikum Darmstadt

Am 2. September wurde mit der Installation der beiden neuen Linearbeschleuniger des Instituts für Radioonkologie und Strahlentherapie begonnen. Aufgrund der Abmessungen und des Gewichtes der einzelnen Bauteile von bis zu 4,5 Tonnen, musste die Einbringung ins Untergeschoss des neuen Gebäudes an der Bleichstraße, das im Dezember bereits bezogen wird, mit Hilfe eines Krans über den Innenhof erfolgen, berichtet Dipl. Ing. Kirsten Hierholz, Leitende Medizinphysikerin im Institut für Radioonkologie und Strahlentherapie.

Im Untergeschoss  wurden zwei neue Strahlenschutzbunker errichtet, deren bis zu 1,70 m dicke Wände aus einem speziellen Schwerbeton vergossen wurden. Die Decke der Bunker wurde aufgrund der eingeschränkten Geschosshöhe mit einer sehr komplexen Bleipyramide von 16 cm maximaler Dicke ausgestattet, um den Strahlenschutz der darüber liegenden Räume zu gewährleisten. Durch einen externen Sachverständigen wurde inzwischen durch Ortsdosisleistungs-Messungen bestätigt, dass in allen angrenzenden Räumen des Gebäudes durch den Betrieb der Linearbeschleuniger keine Strahlenbelastung entstehen wird, die über die natürliche Strahlenexposition der Umgebung hinausgeht.

Nach Übergabe der beiden Geräte durch die Herstellerfirma Ende September werden die Linearbeschleuniger durch die Abteilung Medizinische Physik für den Patientenbetrieb vorbereitet. Bei beiden Geräten handelt es sich um die neueste Gerätegeneration TRUEBEAM der Fa. VARIAN Medical Systems. Sie sind beide mit diversen Zusatzmodulen ausgestattet, die sowohl zur Sicherheit von Patienten und Personal, als auch durch verkürzte Behandlungsdauer zum Komfort der Patienten beitragen.

Eines der beiden Geräte, die EDGE, ist ein High-End Linearbeschleuniger, der so erstmals in Deutschland installiert wird und der Abteilung erlauben wird nun auch Patienten radiochirurgisch zu behandeln - etwas was bislang in Darmstadt gar nicht möglich war.