Umweltschutz

Unser Ziel ist es, die Behandlung und Versorgung der Patienten mit möglichst ökologisch sinnvollen Mitteln und Methoden unter Aufrechterhaltung der erforderlichen medizinischen Standards zu gewährleisten. Dabei geht es nicht nur um die Beachtung von bestehenden Auflagen. Vielmehr sehen wir aktiven Umweltschutz als wichtigen zukunftsorientierten Erfolgsfaktor für ein modernes Krankenhaus. Der Umweltschutz bringt Ideen und Initiativen für ein eigenverantwortliches, ökologisch optimiertes Wirtschaften in die Klinikumsprozesse ein.

Umweltschutz auf allen Ebenen

Mit den Umweltleitlinien hat sich die Leitung des Klinikums zur ökologischen Verantwortung bekannt. Ziel ist es, die konstant hohe Qualität der medizinischen Dienstleistung bei geringstmöglicher Umweltbelastung zu gewährleisten. Bereits bei der Beschaffung von Ge- und Verbrauchsgütern werden ökologische Aspekte berücksichtigt. Abfälle werden nach Möglichkeit vermieden, unvermeidbare Abfälle getrennt gesammelt und vorrangig recycelt. Im Klinikum Darmstadt werden über 50 Abfallfraktionen getrennt gesammelt und mehr als 80% hiervon einer Verwertung zugeführt.

Über die Hälfte des benötigten Stroms produziert das Klinikum Darmstadt am Standort Grafenstraße mithilfe von Blockheizkraftwerken (BHKW) selbst. Blockheizkraftwerke funktionieren nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und nutzen die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme für Heizzwecke. Der Wirkungsgrad von BHKW liegt deutlich über dem von Anlagen zur reinen Stromerzeugung: Im Vergleich zu lediglich 35 % Energieausnutzung bei der herkömmlichen Stromerzeugung in Großkraftwerken nutzen BHKW über 85 % der zugeführten Energie.

Das Klinikum hat die bislang größte solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung von Trinkwasser in Darmstadt errichtet. Ein Teil des bisher konventionell mittels Gasheizung erzeugten Warmwassers wird dann durch die Kraft der Sonne erwärmt.

Krankenhausökologie - Funktionsbereiche

Abfallmanagement

Transparenz der Abfallströme nach Mengen und Kosten (Abfallbilanz) sowie Einleitung von Maßnahmen zur Vermeidung und Verwertung von Abfällen (Abfallwirtschaftskonzepte).

Beispiele:

  • Erfassung von Verpackungen zum externen stofflichen oder werkstofflichen Recycling
  • Einsatz von Mehrwegverpackungssystemen
  • Klinikinternes und externes Recycling von überwachungspflichtigen und besonders überwachungspflichtigen Abfällen

Frischwasser- und Abwassermanagement

Transparenz der Frischwasser- und Abwasserströme nach Menge, Kosten und Qualität sowie Einleitung von Maßnahmen zur Verringerung der Grundwasserentnahmen (Frischwassereinsparung) sowie zur Sicherung und Verbesserung der Grundwasservorkommen (Gewässerschutz).

Beispiele:

  • Wassersparschaltung für Darnpfsterilisatoren
  • Biologisches Recycling von Wäschereiabwasser und "Grauwasser"
  • Abwasserschadstoffentlastung durch Substitution von gewässergefährdenden Stoffen in Prozesswässern

Energiemanagement

Transparenz der Energieströme (Kälte-, Wärme- und Stromenergie) nach Mengen und Kosten sowie Einleitung von Maßnahmen zum Klimaschutz durch Verringerung des Primärenergieinputs über Einsatz besonders effizienter Energiewandlungstechnologien.

Beispiele:

  • Grundlast-BHKW in Kombination mit Kälteabsorbtionsanlagen
  • Computerunterstütztes Energielastmanagement

Weitere Informationen

Leitung

Dipl.-Ing. Holger Schröder
Abteilungsleiter Arbeitssicherheit, Brand- und Umweltschutz

Tel.: 06151-107 5650
Fax: 06151-107 5659

holger.schroeder@mail.klinikum-darmstadt.de