Institut für Radioonkologie und Strahlentherapie - Bestrahlungseinrichtungen

1. Teletherapie (Bestrahlung „von außen“)

Verwendet werden zwei Linearbeschleuniger der modernsten Generation mit Möglichkeit der Intensitätsmodulierten Bestrahlung (IMRT).

Zusätzlich kann an einem Gerät die Intensitätsmodulierte Rotationsbestrahlung (RapidArc oder VMAT) – eine Weiterentwicklung der IMRT – angewandt werden.

Zur Lagekontrolle werden Online-Aufnahmen von Röntgen- und CT-Bildern (IGRT = Image Guided Radio Therapy) erstellt, und es besteht auch die Möglichkeit der Durchführung von Bestrahlungen mit Atemtriggerung zum Ausgleich der Atembewegung bei Bestrahlungen im Bereich der Lunge und des Oberbauches. Die Teletherapie wird bei allen bestrahlbaren bösartigen Tumoren sowie bei ausgewählten gutartigen Erkrankungen angewandt.

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Lamellen des Multi Leaf Kollimators formen ein irreguläres Bestrahlungsfeld

Wir verwenden Geräte der modernsten Generation mit Möglichkeiten zur Intensitätsmodulierten Bestrahlung (IMRT) sowie zur Intensitätsmodulierten Rotationsbestrahlung (Rapid Arc, VMAT). Weiterhin Möglichkeit zur Online Aufnahme von Röntgen- und CT-Bildern zur Lagekontrolle (IGRT image guided radio therapy) sowie zur Durchführung von Bestrahlungen mit Atemtriggerung.

Beide Geräte verfügen über einen automatischen, ferngesteuerten Viel-Lamellen-Kollimator (MLC) zur individuellen Anpassung der Bestrahlungsfelder an das jeweilige Zielgebiet. Die Lamellenbreite beträgt 5 bzw. 10 mm.

Beide Beschleuniger können je zwei hochenergetische Photonenenergien (6 und 18MV) und 5 Elektronenenergien (6 bis 20MeV) erzeugen und zusätzlich sind beide Geräte ausgestattet mit Electronic Portal Imaging Systemen (EPID), die eine Online-Kontrolle der Bestrahlungsfelder am Patienten ermöglichen.

2. Oberflächentherapie

Bei Schmerzen in Gelenken, Arthrose, Arthritis, Fersensporn etc. stellt die Oberflächentherapie (auch Röntgentherapie oder Röntgenreizbestrahlung genannt) eine wirksame Behandlungsmethode dar. Die Basis dieser Behandlungsmethode stammt aus den 30er Jahren des 20ten Jahrhundert. Sie rückte in den 60er Jahren zu Gunsten medikamentöder Behandlungen etwas in den Hintergrund, doch seit etwa 20 Jahren besinnt man sich dieser Therapie, mit der man gute Therapieerfolge verzeichnen kann. Auch Patienten, bei denen andere Therapien bislang erfolglos waren, profitieren von dieser Behandlung. Bestrahlt wird mit einigen wenigen Behandlungssitzungen und jeweils sehr niedriger Einzeldosis. Die Behandlung ist schmerzfrei und hat eine hohe Erfolgsrate. Verwendet wird ein Röntgengerät mit 125 bis 200 KV Röhrenspannung.

3. Brachytherapie (Bestrahlung „von innen“)

Bei dieser Behandlungstechnik werden radioaktive Strahler in Körperhöhlen eingebracht, d.h. der Patient „von innen“ bestrahlt. Verwendet wird hierzu ein Gerät mit einer Iridium-192-Bestrahlungsquelle und einer maximalen Quellenstärke von 370 MBq. Vorteil der Brachytherapie ist die kurze Bestrahlungszeit von 10 bis 15 min, bei der in wenigen Sitzungen eine hohe Strahlendosis appliziert werden kann bei gleichzeitiger Schonung des umgebenden Gewebes. Anwendungsgebiete: gynäkologische Tumore, Prostata, Bronchus (Lunge), Oesophagus (Speiseröhre), Gallengang, Nasennebenhöhlen etc.

  • Institutseigener Computertomograph AQUILION LB der Fa. Toshiba Medical Systems zur Erstellung von Schnittbildern als Grundlage für die Bestrahlungsplanung.
  • 3D-Bestrahlungsplanungssystem ECLIPSE der Fa. VARIAN Medical Systems mit speziellem Modul zur Berechnung von intensitätsmodulierten Bestrahlungsplänen. Alle Berechnungen erfolgen mit modernsten Monte-Carlo-Algorithmen.
  • Record- and Verify-System ARIA der Fa. VARIAN zur Kontrolle und Aufzeichnung der Anzahl der Bestrahlungen, der Dosisvorgaben und Feldparameter an den Linearbeschleunigern.
  • 3D Brachytherapieplanungssystem ONCENTRA BRACHY der Fa. Nucletron zur Berechnung von Brachytherapiebestrahlungsplänen.
  • Institutseigenes PACS System zur Archivierung aller in der Abteilung erstellten Bilddaten.

Weitere Informationen

Radioonkologie und Strahlentherapie

Grafenstraße 9
64283 Darmstadt

Tel.: 06151 - 107 6851
Fax: 06151 - 107 6949

strahlentherapie@mail.klinikum-darmstadt.de

Direktor



Prof. Dr. med. Christian Weiß

Tel.: 06151 - 107 6851

Ambulante Versorgung

Ambulante Versorgung im Medizinischen Versorgungszentrum