Patienteninformation zur Anästhesie

Aufwachraum

Nach Beendigung der Operation werden Sie mit Ausnahme einiger größerer Eingriffe in den Aufwachraum gebracht. Dort werden Sie unter ständiger Aufsicht erfahrener Anästhesiepfleger und -schwestern und Anästhesieärzte weiter überwacht und betreut. Meist werden Sie hier noch schläfrig sein. Oft wird Ihnen über eine Maske Sauerstoff gegeben werden, bis Sie vollständig wach sind.

Auch die sofortige Behandlung eventueller Beschwerden wie Frieren, Übelkeit, Schwindel oder Schmerzen erfolgt im Aufwachraum. Bitte teilen Sie uns daher umgehend mit, wenn Sie sich nicht wohl fühlen oder Schmerzen haben. Diese seltenen, aber unangenehmen möglichen Nachwirkungen einer Narkose können heute schnell und erfolgreich therapiert werden.

Bei ambulant durchgeführten Eingriffen können Sie in Begleitung einer volljährigen Bezugsperson direkt aus dem Aufwachraum nach Hause entlassen werden.
Für Rückfragen oder bei Problemen nach Entlassung wenden Sie sich jederzeit, auch nachts, an den diensthabenden Anästhesisten. Wählen Sie dazu die Telefonnummer der Klinikums-Zentrale (06151-107-0) und lassen Sie sich mit dem diensthabenden Anästhesisten verbinden.

Bei einigen größeren Eingriffen oder beim Vorliegen von bestimmten Begleiterkrankungen kommen Sie nach der Operation auf unsere operative  Intensivstation (Station 18). Dies kann zur weiteren Überwachung und Therapie oder auch zur Unterstützung von Atmung und Kreislauf notwendig sein.

In der Regel wird sich die oder der Anästhesist(in), welche(r) bei Ihnen die Narkose durchgeführt hat, am Abend nach der Operation oder im Lauf der nächsten Tage nach Ihrem Befinden erkundigen. Im Rahmen dieser Nachvisite auf Ihrem Stationszimmer werden Sie befragt, ob Beschwerden aufgetreten sind, wie Sie die Narkose insgesamt vertragen haben und ob Sie noch Schmerzen haben. Dies ist für uns eine Form der Qualitätskontrolle, mit der wir Ihnen deutlich machen wollen, dass der Anästhesist rund um die Operation an Ihrem Wohlergehen interessiert ist.

Für besondere Fälle im Rahmen der Schmerzbehandlung (Schmerz-Konsile) sowie zur Kontrolle der Schmerzkatheter haben wir außerdem einen Akut-Schmerzdienst (ASD) eingerichtet, der Sie direkt auf Station besucht. Hierbei wird die für Sie optimale Schmerztherapie festgelegt. Bitte wenden Sie sich bei anhaltenden Schmerzen jederzeit an Ihren Stationsarzt. Er oder sie wird uns dann benachrichtigen.

Zur Überwachung der Herz-Kreislauf-Funktionen werden Sie anschließend an die Monitore angeschlossen. Es werden EKG-Elektroden auf die Brust geklebt, der Blutdruck wird gemessen und ein kleiner Clip zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut wird an einem Ihrer Finger angebracht. Die vielen technischen Geräte und Apparate, die Sie sehen werden, helfen uns, Ihre lebenswichtigen Organfunktionen zu kontrollieren.

Am Arm oder an der Hand wird Ihnen eine Infusion angelegt. Über den Infusionstropf werden während der Operation Medikamente oder das Einschlafmittel bei einer Allgemeinanästhesie verabreicht.

Im Aufwachraum werden Patienten nach der Operation so lange von erfahrenen Pflegekräften und Ärzten überwacht und betreut, bis sie „fit“ für die Entlassung auf die normale Pflegestation oder nach Hause sind.

Weitere Informationen

Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Grafenstraße 9
64283 Darmstadt

Tel.: 06151 - 107 6251
Fax: 06151 - 107 6299

anae@mail.klinikum-darmstadt.de

Direktor



Prof. Dr. med. Martin Welte

Tel.: 06151 - 107 6251