Klinik für Gefäßmedizin Angiologie

Fachgebiet

Die Angiologie – zu deutsch die Gefäßmedizin – erlangt wegen unserer modernen Lebensweisen mit zahlreichen Risikofaktoren wie Fehlernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Diabetes oder Rauchen eine immer größere Bedeutung, vor allem aber auch wegen des zunehmenden Alters der Bevölkerung.

Das Fach der Angiologie wurde in Darmstadt im Jahre 1956 zunächst mit Gründung einer angiologischen Forschungseinrichtung und 1963 mit der ersten angiologischen Klinik begründet - der ersten ihrer Art in Deutschland. 

Heute diagnostizieren und behandeln wir mit modernsten diagnostischen und therapeutischen Verfahren Erkrankungen der Arterien und Venen, Gefäßverschlüsse an den Beinen, Armarterienerkrankungen, Gefäßerkrankungen der Halsschlagadern, Thrombosen und chronische Venenerkrankungen.

In der Klinik für Gefäßmedizin stehen 41 Betten auf zwei Stationen bereit.

In enger Zusammenarbeit mit der Radiologie und der Gefäßchirurgie wird im Rahmen des Gefäßzentrums des Klinikums Darmstadt für jeden einzelnen Patienten individuell das beste Therapieverfahren ausgewählt.

Behandlungsschwerpunkte im Überblick

  • Aufdehnen von Arterienverschlüssen in Becken und Oberschenkel sowie im Unterschenkel, im Arm und der Halsschlagader. (Kooperation mit dem Institut für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin).
  • Venenthrombosen werden in unserer Klinik mittels Ultraschall schnell und zuverlässig diagnostiziert. Die anschließende Therapie kann teilweise ambulant erfolgen.
  • Für die Behandlung von Problempatienten mit Thromboseneigung und Gerinnungsstörungen (Thrombophilie) konnten in der Klinik wesentliche wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden, die gerade diesen Problempatienten bei der Entscheidung über die optimale gerinnungshemmende Behandlung helfen können.
  • Neue gerinnungshemmende Mittel, die nicht die Nachteile des bisher häufig verwendeten „Marcumar“ aufweisen, werden hier wissenschaftlich untersucht.
  • Auch für die schwierige Problemstellung der Thrombosevorbeugung und -behandlung in der Schwangerschaft liegen in der Angiologischen Klinik die weltweit größten Erfahrungen vor.
  • Schwere Durchblutungsstörungen der Beine, die bereits zu einem Geschwür und offenen Stellen an den Füßen geführt haben, werden interdisziplinär mit Aufdehnungskatheter, ggf. mit Gefäßstütze („Stent“), Gefäßoperationen (z.B. Bypass-OP) und medikamentöser Therapie (z.B. Prostaglandine oder Antibiotikagabe direkt in die Schlagader) behandelt. Die weltweit größte Studie zur Verhinderung von Schlaganfällen, Herzinfarkten und Amputationen nach diesen Eingriffen wird für Europa von der Darmstädter Gefäßklinik aus geleitet.
  • Die Kombination von Durchblutungsstörungen und Diabetes hat ein besonders hohes Risiko für Fußgeschwüre. Diese Patienten werden in enger Zusammenarbeit mit der Diabetesabteilung speziell versorgt.
  • Durchblutungsstörungen der kleinen Blutgefäße (z.B. an den Fingern) und der kleinsten Gefäße („Kapillaren“) werden hier u.a. mit dem Kapillarmikroskop diagnostiziert und die Behandlung erfolgt häufig gemeinsam mit den dermatologischen, rheumatologischen und nephrologischen Abteilungen.

Die Voruntersuchungen und die Nachbetreuung finden in enger Abstimmung mit den Hausärzten und den niedergelassenen Fachärzten statt.

Thrombose - die unterschätzte Gefahr

In Deutschland sterben jedes mehr als 40.000 Menschen an den Folgen von Thrombosen. Das sind Blutgerinnsel, die die Venen regelrecht "verstopfen". Wenn sich diese ablösen, können sie in die Lunge wandern und dort eventuell zu einer Embolie führen. Experten sagen, viele dieser Todesfälle könne man verhindern? Aber wie? Wie kann man Thrombosen überhaupt erkennen? Wie behandelt man sie am besten? Darüber hat der Hessische Rundfunk mit einem Thrombosepatienten und mit Prof. Rupert Bauersachs, Direktor der Klinik für Gefäßmedizin am Klinikum Darmstadt und Wissenschaftlicher Leiter des Aktionsbündnisses Thrombose gesprochen: www.hr-inforadio.de/podcast/fit-und-gesund

Weitere Informationen

Klinik für Gefäßmedizin

Angiologie Grafenstraße 9
64283 Darmstadt

Tel.: 06151 - 107 4401
Fax: 06151 - 107 4429

angiologie@mail.klinikum-darmstadt.de

Direktor

Prof. Dr. med. Rupert Bauersachs

Tel.: 06151 - 107 4401

Ambulanzen

Angiologische Ambulanz
Tel.: 06151 - 107 4444

Forschung & Publikationen

Studien und Veröffentlichungen

Darmstädter Angiologischer Arbeitskreis