Schwerpunkt Schlaganfall

Schlaganfall stellt eine Volkskrankheit dar und einen Notfall, bei dem Minuten wichtig sind. Rufen Sie unbedingt den Notarzt, wenn diese Symptome auftreten. Dies ist auch geboten, wenn die Symptome schnell wieder verschwinden.

Wie kann man einen Schlaganfall erkennen?

  • Schwindelgefühl: heftiger Dreh- oder Schwank-Schwindel

  • Schwäche mit anhaltendem Lähmungsgefühl: Eine plötzlich eintretende Lähmungserscheinung auf einer Körperseite kann auf einen Schlaganfall hinweisen. Ebenso ein gestörtes Berührungsempfinden. Ein typisches Merkmal ist ein herunterhängender Mundwinkel

  • Schluckstörunge

  • Sehstörungen: Tritt plötzlich eine Einschränkung des Gesichtsfeldes ein, übersieht der Betroffene zum Beispiel Gegenstände und Menschen auf seiner linken Körperseite. Auch Störungen des räumlichen Sehens können Folge eines Schlaganfalls sein. Der Betroffene kann sich nicht mehr orientieren. Ebenso können Doppelbilder auf einen Schlaganfall hinweisen

  • Kopfschmerzen: Kopfschmerzen in bisher ungekannter Stärke, Ursache sind zumeist Einblutungen in das Hirngewebe (meist hervorgerufen durch das Platzen oder Zerreißen einer in der Regel angeborenen Gefäßaussackung). Diese starken Kopfschmerzen können mit Übelkeit und Erbrechen verbunden sein.

  • Sprach- und Verständnisstörungen: Sie können sich als stockende, abgehackte Sprache äußern, aber auch das Verdrehen von Silben oder Buchstaben beinhalten. In seltenen Fällen kann der Betroffene gar nicht mehr sprechen. Bei Sprachverständnisstörungen wird das Gesagte nicht mehr verstanden.

  • Bewusstseinsstörungen: Plötzliche Bewusstlosigkeit oder Nicht-Erweckbarkeit können Symptome eines Schlaganfalls darstellen.

Weitere Informationen: http://www.schlaganfall-hilfe.de

Bei einem Schlaganfall handelt es sich um eine akute Durchblutungsstörung des Gehirns, seltener um eine Einblutung. Wesentliche Symptome sind plötzlich aufgetretene Lähmungen, Gefühlsstörungen, Sprachstörungen. Hierbei handelt es sich um einen medizinischen Notfall wie z.B. bei einem Herzinfarkt, so dass ein schneller Transport in die Klinik geboten ist. Dies umso mehr, weil innerhalb der ersten 6 Stunden Durchblutungsstörungen, die zu schwerwiegenden Funktionsausfällen des Gehirns führen, mit einer Gerinnsel auflösenden Therapie (Lysebehandlung) oft mit gutem Erfolg behandelt werden können. Allerdings hängt der Erfolg der Therapie ab von der Zeit von Symptombeginn bis Behandlung. Das heisst: Sie haben nicht 6 Stunden Zeit sich in der Klinik vorzustellen, sondern müssen SOFORT der Notarzt rufen!

Die für die Diagnostik der Ursache eines Schlaganfalls erforderlichen Untersuchungen werden umgehend durchgeführt und es stehen alle wesentlichen diagnostischen Verfahren im Klinikum zur Verfügung. Häufig ist eine Gefäßverengung einer der zum Gehirn führenden Arterie Auslöser eines Schlaganfalls. Hier stehen in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie (Prof. Dr. Huppert) und der Chirurgischen Klinik III für Gefäß- und Endovascularchirurgie (PD. Dr. Adili) die beiden wesentlichen Behandlungsmethoden – nämlich die stent-geschützte Angioplastie (Aufdehnung der Gefäßverengung) sowie die Operation der Engstelle – zur Verfügung.

Die Klinik für Neurologie beteiligt sich zusammen mit den beiden genannten Kliniken an einer internationalen Studie (SPACE Studie) zur Erforschung der Langzeiterfahrungen mit der stent-geschützten Angioplastie. Patienten, die an dieser Studie teilnehmen, erhalten natürlich neben einer optimalen Behandlung eine regelmäßige Nachuntersuchung des Behandlungsergebnisses.

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Klinik für Neurologie und Neurogeriatrie

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64283 Darmstadt

Tel.: 06151 - 107 4501
Fax: 06151 - 1074599

neurol.klinik@mail.klinikum-darmstadt.de

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Prof. Dr. med. Rainer Kollmar

Tel.: 06151 - 107 4501

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Tel.: 06151 - 107 4501

Neurologische Ambulanz
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Notfallambulanz Schlaganfall
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Wir arbeiten zusammen! Für weitere Informationen:

Selbsthilfegruppe für Schädel- Hirnverletzte und Schlaganfall Darmstadt
Tel.: 06151 - 60 9558

Selbsthilfegruppe Epilepsie
Tel.: 06151 - 987 - 686

Selbsthilfegruppe Syringomyelie   
Tel.: 06151 - 3533318

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