Angebot für Patienten mit chronischen Schmerzen

Für Patienten mit chronischen Schmerzen bieten wir neben dem allgemeinen Therapieprogramm der Psychosomatischen Klinik ein spezielles Angebot:

Im Rahmen einer kleinen Patientengruppe beschäftigen wir uns intensiv mit den Schmerzen des Einzelnen. Es wird theoretisches Wissen über Schmerzen einschließlich neurophysiologischer Vorgänge vermittelt, die Wirkung der unterschiedlichen Medikamente und nicht-medikamentöse Behandlungsansätze werden besprochen. Ausgehend von diesem Wissen wird der eigene Umgang mit den Schmerzen betrachtet und anschließend neue Bewältigungsmöglichkeiten vorgestellt, besprochen und eingeübt.

Eingesetzt werden neben einer differenzierten medikamentösen Behandlung Krankengymnastik, Konzentrative Bewegungstherapie, Kunsttherapie Entspannungsverfahren und schmerzspezifische Visualisierungstechniken; Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie werden in das Behandlungskonzept integriert. Im Einzelfall kann auch das EMDR-Schmerzprotokoll zur Anwendung kommen.

Ziel ist es, mit den eigenen Schmerzen so umzugehen, dass ein weitgehend normales Leben möglich wird, auch wenn Schmerzfreiheit nicht immer erreicht werden kann.


Gruppe Somatoforme Störungen (GSS)

Die Gruppe vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten (Psychoedukation) zum Umgang und zur Bewältigung von körperlichen Beschwerden, die sich nicht oder nicht vollständig durch eine organische Erkrankung erklären lassen, sondern (auch) psychisch bedingt sind. Häufig handelt es sich dabei um Symptome, die auf eine starke Erregung des autonomen Nervensystems zurückgeführt werden können, wie z.B:

  • Schmerzsymptome
  • Allgemeinsymptome wie Müdigkeit und Erschöpfung 
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden wie Druckgefühl, Stiche, Herzstolpern
  • Beschwerden im Bereich der Atmung (Gefühl der Atemhemmung, Halsenge, Luftnot)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Reizmagen, Reizdarm)
  • Schmerzen und Beschwerden im Urogenitalbereich (chronische Unterbauchschmerzen, Reizblase, sexuelle Funktionsstörungen)

Das Gruppenprogramm umfasst vier Sitzungen. Es vermittelt grundlegende Informationen zum Erscheinungsbild sowie zur Entstehung und Aufrechterhaltung der körperlichen Beschwerden. Mit Hilfe des Erstellens von Tagebüchern lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Verhaltensweisen und Situationen zu bestimmen, die zur Verschlechterung bzw. Verbesserung der Beschwerden beitragen.

Gruppe Achtsame Körperwahrnehmung

Die Gruppe zur achtsamen Körperwahrnehmung stellt ein indikatives Angebot für Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen oder somatoformen Schmerzstörungen dar. Als köperorientierte Therapie wird hier die eigenleibliche Wahrnehmung gestärkt und der Leib als Partner in den therapeutischen Prozess einbezogen.

Der Einbezug von Achtsamkeit als ein Modus des gesammelten Bei-sich-selbst-sein ermöglicht das Erleben im Hier und Jetzt und bildet den Grundstein für die Ausrichtung auf Veränderung. Sanfte Bewegungsangebote ermöglichen den Patientinnen und Patienten eine Anpassung an die individuelle Bewegungsdosis im Spannungsfeld von Über- und Unterforderung. Das Erleben von Zentrierung fördert die Entspannungsfähigkeit und bildet damit einen natürlichen Gegenspieler zum Schmerzerleben. Hierzu werden innerhalb des Gruppensettings Strategien eingeübt, die auf eine Fokusverschiebung hin zu den Ressourcen abzielen. Im therapeutischen Refektionsgespräch werden Erfahrungen aufgearbeitet und können so wirksam integriert werden. 

Durch den Einsatz von Techniken zur achtsamen Körperwahrnehmung lernen die Patientinnen und Patienten ihre Aufmerksamkeit zu lenken. Die erhöhte eigenleibliche Wahrnehmung stärkt die Beziehung und damit das Vertrauen in den eigenen Körper, die Fähigkeit zur Selbstregulation wird erlebbar.

Weitere Informationen

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Heidelberger Landstraße 379
64297 Darmstadt-Eberstadt

Tel.: 06151 - 107 4061
Fax: 06151 - 107 4063

psychosomatik@mail.klinikum-darmstadt.de

Direktorin



Dr. med. Alexandra Mihm

Tel.: 06151 - 107 4061

Ambulante Versorgung

Ambulante Versorgung im Medizinischen Versorgungszentrum

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