mit Sicherheit gut versorgt

Internistisch kardiologische Intensivmedizin

Auf der medizinischen Intensivstation (Station 6.C) werden alle lebensbedrohlichen Krankheitsbilder von Herz, Lunge, Nieren, Magen-Darm-Trakt und der Leber behandelt. 

Die Station verfügt über 16 modernst ausgestattete Intensiveinheiten mit kontinuierlicher Überwachung der Vitalparameter (u.a. Herzfrequenz, Blutdruck, Atmung).

Der Schwerpunkt der Behandlung liegt bei  Patienten mit lebensbedrohlichen Herzkrankheiten. Hierzu gehören in erster Linie die Behandlung des akuten Herzinfarktes, der Herzschwäche/Pumpversagen bis zum Herzkreislaufschock und lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen.


Behandlung im Herzkatheterlabor

Für Patienten mit akutem Herzinfarkt stehen zwei modern ausgestattete Herzkatheterlabore 24 Stunden 365 Tage im Jahr zur Verfügung. 

Die Herzinfarkt-Patienten werden über eine spezielle Herzinfarkt-Telefonnummer vom Notarzt direkt beim diensthabenden Oberarzt der Medizinischen Klinik I (Kardiologie) angemeldet und direkt ins Herzkatheterlabor gebracht. Hier wird  schnellstmöglich die verschlossene Herzkranzader wieder eröffnet. Durch dieses zeitsparende Vorgehen kann ein größerer Herzmuskelschaden oftmals verhindert und die Lebensqualität der Patienten erhalten werden.

Für Patienten mit schwerer Herzschwäche bis zum Herzkreislaufversagen (Schock) stehen in der Akut-Situation ein externes Reanimationssystem (Autopulse) neben in den Körper einsetzbaren internen Herzkreislaufunterstützungssystemen (IABP, Impella) zur Verfügung mit deren Hilfe das Herz in seiner Pumpfunktion unterstützt und entlastet wird.  

Für Patienten mit besonders schweren Herz- und/oder Lungenfunktionsstörungen halten wir die kleinste tragbare Herz-Lungenmaschine (Cardiohelp) vor. 

Mit den drei einsetzbaren internen Herzkreislaufunterstützungssystemen kann die Zeit überbrückt werden, bis sich das Herz und/oder die Lunge erholt haben, um die Funktion wieder vollständig aufzunehmen.

Lebensgefährliche Herzrhythmusstörung (z.B. Kammerflimmern) werden erfolgreich elektrisch (Defibrillator) und medikamentös behandelt. Sollte das Herz zu langsam schlagen, wird ein Herzschrittmacher zeitweise oder falls notwendig dauerhaft eingesetzt.


Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Für die Behandlung lebensbedrohlicher Lungenerkrankungen (Lungenentzündung, Lungenembolie, Lungenversagen) kommen modernste Beatmungsmaschinen und -verfahren zum Einsatz.

Sollte es im Krankheitsverlauf zu einem Nierenversagen kommen, stehen individuelle Nierenersatzverfahren für die Behandlung in Kooperation mit der Medizinischen Klinik III (Nephrologie) zur Verfügung.

Lebensbedrohliche Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse werden in Kooperation mit der Medizinischen Klinik II (Gastroenterologie) behandelt.

Auch schwere Infektionskrankheiten (gerade bei abwehrgeschwächten oder Tumor–Patienten) werden leitliniengerecht mit Antibiotika behandelt.


Unser Team

Um all die umfangreichen und verantwortungsvollen Aufgaben zum Wohle der anvertrauten Patienten und deren Angehörigen zu gewährleisten, stehen auf der internistischen Intensivstation (Station 6.C) ein umfassend ausgebildetes, engagiertes und empathisches Team aus Ärzten und Intensiv-Fachpflegekräften zur Verfügung. Durch ständige Fort- und Weiterbildungen wird der hohe medizinische und pflegerische Standard aufrechterhalten und weiter verbessert. Für besondere seelisch belastende Situationen steht für Angehörige unsere Klinikseelsorge jederzeit zur Verfügung.  

Ärztliche Stationsleitung
Prof. Dr. med. Gerald Werner

Stationsoberärzte
Dr. med. Matthias Koch
Dr. med. Juliane Werner

Pflegerische Leitung
Thomas Koch


Spezielle Therapieverfahren

IABP (intraaortale Ballongegenpulsation):

Die IAPB besteht aus einem Ballonkatheter, der durch die Leistenarterie in die Aorta (Hauptschlagader des Menschen) eingelegt wird.  

In der Füllungsphase (Diastole) des Herzens wird der Ballon mit Helium aufgeblasen. Die IABP unterstützt quasi die Pumpleistung des Herzens in dieser Phase. Zusätzlich tritt eine bessere Durchblutung der Organe (v.a. von Herz und Gehirn) ein. 

In der Kontraktionsphase (Systole) des Herzens wird der Ballon aktiv entleert, was zu einer Reduktion des Blutdrucks in der Hauptschlagader (Aorta) führt. Damit muss das Herz gegen einen geringeren Widerstand (Blutdruck in der Hauptschlagader) arbeiten, d.h. pumpen und wird somit entlastet. Dadurch verringert sich auch der Sauerstoffbedarf des Herzens. 

Insgesamt kommt es durch die IABP zu einer Entlastung des Herzens, das jetzt genug Zeit hat sich zu erholen, um danach wieder die Pumpleistung für den Organismus zu übernehmen. 

Impella –Mikroaxialpumpe:

Die Impella-Herzpumpe ist ein Herz-Kreislauf-Unterstützungssystem, das über die Leistenarterie bis in die linke Herzkammer vorgebracht wird. Sie ist ein röhrenartiges, rotierendes Pumpensystem (bis 50.000 U/min), das parallel zum Herzmuskel arbeitet und über eine Öffnung in der linken Herzkammer Blut ansaugt und es über eine weitere Öffnung in die Hauptschlagader (Aorta) pumpt. Damit kann ein ausreichender Blutdruck erzeugt werden, der für die die Versorgung der lebenswichtigen Organe (Herz, Lunge, Leber, Nieren und Gehirn) mit sauerstoffreichem Blut notwendig ist. 

Je nach Größe der eingesetzten Pumpe kann dabei ein Blutfluss zwischen 2,5 und 3,5 l/min erzeugt werden. Das normal arbeitende Herz pumpt ein Blutvolumen in Ruhe zwischen 4 und 5 l/min. Die Impella-Herzpumpe übernimmt sozusagen einen Teil der Arbeit/Pumpleistung des kranken Herzens, das in seiner Funktion eingeschränkt ist.

Sie führt zu einer Entlastung der linken Herzkammer, der Blutdruck wird gesteigert, die Organdurchblutung (Herz, Leber, Niere, Gehirn) verbessert und damit die Voraussetzung für eine natürliche Erholung des Herzens geschaffen.

Weitere Informationen

Medizinische Klinik I

Grafenstraße 9
64283 Darmstadt

Tel.: 06151 - 107 6401
Fax: 06151 - 107 6496

med1@mail.klinikum-darmstadt.de

Direktor

Prof. Dr. med. Gerald Werner

Tel.: 06151 - 107 6401

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