Medizinische Klinik II – Behandlungsschwerpunkte

Pneumologie

Seit September 2005 ist das Fachgebiet Lungen- und Bronchialheilkunde als Schwerpunkt der Medizinischen Klinik II am Klinikum vertreten. Für die Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen der Atemwege, der Lungen und des Brustkorbes steht eine eigene Station (Station 6.M) mit 29 Betten zur Verfügung. Besonderer Wert wird hier auf die enge interdisziplinäre Abstimmung aller an der Behandlung beteiligter Berufsgruppen gelegt. Zu diesem Zweck finden regelmäßige interdisziplinäre Konferenzen statt, an denen sich der pflegerische und ärztliche Dienst, die Abteilung für Physiotherapie, das Ernährungsteam, der Sozialdienst und die Klinikseelsorge beteiligen.

Das Spektrum der diagnostizierten und behandelten Erkrankungen umfasst neben Asthma und chronischer Bronchitis sämtliche Infektionen und Tumorerkrankungen des Brustkorbes.

Neben den gängigen Verfahren der Lungenfunktion (Spirometrie, Bodyplethysmographie, Diffusionsmessung, Blutgasanalyse, Bestimmung der Atemmuskelkraft und der Atemantwort) stehen auch Belastungstests (6-Minuten-Gehtest, Fahrradergometrie, Spiroergometrie) und die Vorsorgeuntersuchung nach nächtlichen Atemstörungen (Polygraphie) zur Verfügung, um bei Bedarf die Leistungsfähigkeit der Atmungsorgane während körperlicher Anstrengung und im Schlaf zu untersuchen.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Abteilung ist die Abklärung unklarer Röntgenbefunde der Lunge und des Brustkorbes. Zur Verfügung stehen neben der Ultraschalluntersuchung mit Punktion von außen die sog. Endosonographie. Hier wird, ähnlich wie bei einer Magenspiegelung, in örtlicher Betäubung ein Endoskop in die Speiseröhre oder in die Bronchien eingeführt. Ein Ultraschallkopf an der Spitze des Geräts ermöglicht es, durch die Organwand hindurch auch aus Strukturen von wenigen Millimeter Größe gezielt Proben zu gewinnen.

Daneben ist die Bronchoskopie (Lungenspiegelung) ein wichtiges diagnostisches und therapeutisches Verfahren. Sie wird ebenfalls in örtlicher Betäubung durchgeführt. Neben der Möglichkeit, Proben für die mikrobiologische und pathologische Untersuchung zu entnehmen, können z.B. Sekretverhalte behandelt, endobronchiale Tumoren verödet oder durch Platzhalter (Stents) überbrückt, oder versehentlich verschluckte Fremdkörper entfernt werden.

Zur Abklärung von Ergussbildungen des Rippenfells (Pleuraerguss) werden neben der Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen des Brustkorbes die Punktion des Ergusse in örtlicher Betäubung, die Pleurablindbiopsie und die internistische Thorakoskopie (Pleuroskopie) angeboten. Dabei wird in örtlicher Betäubung ein Sichtinstrument in den Rippenfellraum (Pleuraspalt) eingebracht. Größere Ergussmengen können kontrolliert entfernt, Veränderungen des Rippenfells gezielt biopsiert werden und ggf. eine Verklebung des Rippenfells mit Talkumpuder (thorakoskopische Talkumpleurodese) in gleicher Sitzung durchgeführt werden.

Herr Dr. med. Thorsten Stein verfügt über 2 Jahre Weiterbildungsermächtigung im Teilgebiet Pneumologie.

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Medizinische Klinik II

Grafenstraße 9
64283 Darmstadt

Tel.: 06151 - 107 6501
Fax: 06151 - 107 6540

Sabine.Bornemann@mail.klinikum-darmstadt.de

Direktor

Prof. Dr. med. Carl C. Schimanski

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Terminvereinbarung für alle Schwerpunkte über das Sekretariat
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