Häufige Fragen

Warum muss ich so lange warten?

Als Haus der Maximalversorgung sowohl in der Stadt Darmstadt als auch im Kreis Darmstadt-Dieburg ist unser Klinikum für die Notfallversorgung rund um die Uhr an 7 Tagen die Woche für fast 450.000 Einwohner in dieser Region verantwortlich.
Hinzu kommt noch, dass viele Patienten unsere Zentrale Notaufnahme mit Beschwerden insbesondere in den Abendstunden und an den Wochenenden aufsuchen, obwohl ihre Behandlung eigentlich durch den kassenärztlichen Notdienst oder durch niedergelassene Ärzte während der regulären Sprechstunde behandelt werden könnten. Dies geschieht zum Teil aus Unkenntnis oder weil viele Patienten entweder keinen Hausarzt mehr haben oder keinen zeitnahem Termin bei einem niedergelassenen Kassenarzt bekommen.
Des Weiteren ziehen sich immer mehr Krankenhäuser aus der sehr kostenintensiven Notfallbehandlung zurück. Diese Faktoren führen zu einer Überlastung der Zentralen Notaufnahmen bundesweit. Diese Entwicklung muss politisch dringend gelöst werden.

Obwohl der Warteraum relativ leer war musste ich sehr lange warten bis ich dran kam. Warum geht es nur so schleppend voran?

Neben Patienten, die uns zu Fuß erreichen, wird die Zentrale Notaufnahme noch vom Rettungsdienst (Notarzt, Rettungswagen) sowohl der Stadt als auch dem Kreis und den umgebenden Kreisen mit schwer kranken oder schwer verletzten Patienten angefahren.
Zudem werden uns auch viele medizinisch kritische Fälle, die nur am Klinikum Darmstadt behandelt werden können, von den umliegenden Krankenhäusern zugewiesen. Da diese Patienten unsere Zentrale Notaufnahme über die Liegendanfahrt erreichen, werden diese Patienten von den Wartenden nicht wahrgenommen, so dass fälschlicherweise der Eindruck entsteht, es gehe nicht voran oder dass es trotz leerem Wartebereich sehr lange dauert.

Blick in die Wagenhalle

Warum werden nicht mehr Ärzte oder Pflegekräfte eingestellt?

Die Aufrechterhaltung einer 24-stündigen Notfallversorgung an 7 Tagen die Woche mit Fachärzten aller Fachrichtungen sowie hochspezialisierten Pflegekräften ist insbesondere außerhalb der regulären Dienstzeiten in der Nacht und an Wochenenden sowie Feiertagen sehr kostenintensiv und wird von Seiten der Kassen nur marginal vergütet.
Selbst wenn die Kosten für diese Notfallbehandlung komplett übernommen würden, gibt es einen bundesweiten Mangel an gut ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften.
Zudem sind die diensthabenden Ärzte und Pflegekräfte neben der Versorgung der ambulanten Patienten auch für die Versorgung und Betreuung der stationären Patienten verantwortlich. 

Obwohl ich zuerst da war, kam ich erst viel später dran. Warum geht es hier nicht der Reihe nach oder werden hier Privatpatienten bevorzugt behandelt?

Die Reihenfolge der Behandlung erfolgt nach klaren Kriterien und unabhängig vom Versicherungsstatus. Im Rahmen der Anmeldung erfolgt eine erste Einstufung der medizinischen Behandlungsdringlichkeit durch das Pflegepersonal oder in unklaren Fällen durch den diensthabenden Arzt. Im Rahmen dieser Ersteinschätzung werden Patienten identifiziert, bei denen Lebensgefahr besteht. Ein möglicher Herzinfarkt oder Darmverschluss hat eine andere Dringlichkeit als z.B. ein Außenknöchelbruch. 
Neben der medizinischen Dringlichkeit spielt auch die zur Behandlung erforderliche Fachabteilung eine wichtige Rolle, da im Warteraum Patienten aus allen Fachrichtungen warten. Sollte dieser aber gerade auf Station oder im OP beschäftigt sein, kann es zu Verzögerungen in der Behandlung kommen.

Obwohl ich vom Arzt gesehen wurde, dauerte es noch sehr lange bis ich meine Papiere erhalten habe und die Zentrale Notaufnahme verlassen konnte. Kann man das nicht beschleunigen?

Bedauerlicherweise nehmen der bürokratische Aufwand und die Dokumentation in der Medizin aufgrund gesetzlicher Vorgaben immer mehr zu. Inzwischen verbringen Ärzte und Pflegekräfte mehr Zeit am PC als am Patienten. Dies bedauern wir sehr, allerdings sind wir hier an die gesetzlichen Vorgaben gebunden. So muss jeder einzelne diagnostische Schritt und jeder Laborwert gegenüber den Kassen zeitaufwendig dokumentiert und ausführlich begründet werden. 

Warum musste ich so lange auf das Röntgen warten?

Insbesondere außerhalb der regulären Dienstzeiten in der Nacht und am Wochenende sowie an den Feiertagen müssen zwei radiologisch-technische Assistenten alle Röntgenaufnahmen, sowohl auf den Intensiv- als auch von den Normalstationen im gesamten Klinikum durchführen und zudem den Computertomographen betreuen. Sind dann noch sehr viele Röntgenaufnahmen von ambulanten Patienten durchzuführen, kann es zu Verzögerungen kommen, die bedauerlicherweise nicht zu vermeiden sind.

Warum bekomme ich nicht gleich Auskunft über meinen Angehörigen?

Bei einem unklaren Verletzungs- oder Erkrankungsbild benötigt eine sorgfältige Diagnostik Zeit. Erst dann kann ein sinnvolles ärztliches Gespräch erfolgen kann. Zudem steht immer die Behandlung des kritisch kranken oder verletzten Patienten im Focus.

Warum kann ich nicht mit meinem Angehörigen in den Behandlungsraum und muss draußen im Wartebereich warten?

Aufgrund der räumlichen Enge in der Zentralen Notaufnahme und aus Gründen der medizinischen Schweigepflicht können Angehörige nur in Ausnahmefällen dem Patienten beiwohnen. Hier möchten wir um Ihr Verständnis bitten.

Bekomme ich in der Zentralen Notaufnahme eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Krankschreibung)?

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist in der Regel durch den niedergelassenen Haus- oder Facharzt auszustellen. Lediglich im Ausnahmefall und bei ernsthaften Erkrankungen und Verletzungen ist es uns von Seiten des Gesetzgebers erlaubt, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis zu einer Dauer von 5 Tagen auszustellen. Daher verweisen wir in der Regel diesbezüglich an den weiterbehandelnden niedergelassenen Arzt.
Lediglich bei Privatversicherten und berufsgenossenschaftlich (BG) versicherten Patienten (Arbeitsunfälle) besteht keine Einschränkung bezüglich der Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Kann ich mir in der Zentralen Notaufnahme ein Rezept ausstellen lassen?

Bei gesetzlich versicherten Patienten ist es uns von Seiten des Gesetzgebers nicht erlaubt, ein Rezept für Medikamente oder Krankengymnastik auszustellen. Hierzu sind ausschließlich die niedergelassenen Haus- oder Fachärzte berechtigt.
Ausgenommen hiervon sind Privatversicherte und berufsgenossenschaftlich (BG) versicherte Patienten (Arbeitsunfälle). Hier besteht keine Einschränkung der Rezeptierung.

Zentrale Notaufnahme

Leitung: Prof. Dr. Rainer Kollmar, Prof. Dr. Werner Riegel, Prof. Dr. Michael Wild

Grafenstraße 9 

64283 Darmstadt

Tel.: 06151 - 107 8161 

Fax: 06151 - 107 8155

Kontakt

Telefonnummer für einweisende Ärzte
06151/107-8160

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