Pränatalmedizin

Hochauflösende 4D-Bilder von Ungeborenen

Seit 2017 bietet das MVZ am Klinikum Darmstadt werdenden Müttern auch eine hochmoderne und umfassende Pränataldiagnostik an. 

Susanna Hellmeister und Dr. Daniela Reitz, beide Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatologie wissen durch ihre jahrelange Arbeit mit Patientinnen, wie belastend manche Untersuchungsergebnisse sein können.

Deshalb ist es ihnen wichtig, sie auf diesem Weg zu begleiten.

Patientinnen erleben in den neuen Räumen eine warme und einfühlsame Atmosphäre, die es ihnen ermöglicht, all ihre Fragen zu stellen und das jeweilige Thema offen und vertrauensvoll zu besprechen.


Das Leistungsspektrum der Pränataldiagnostik umfasst folgende Untersuchungen:


Früher Feinultraschall (15.-18. Schwangerschaftswoche)

Zu diesem Zeitpunkt wird die Fruchtwasser-Untersuchung durchgeführt. Gelegentlich werden Schwangere in diesem Zeitraum vorgestellt, um ein frühes Feinscreening durchführen zu lassen, z. B. nachdem das Ergebnis einer Voruntersuchung auffällig war (Nackenfaltenmessung, Rhesus-Antikörper usw.). So hat man die Möglichkeit, das Kind nochmal genauer anzuschauen und bei Bedarf eine Fruchtwasseruntersuchung durchzuführen. Meist ist auch das Geschlecht schon sichtbar.

Feinultraschall (19.-22. Schwangerschaftswoche)

Das ist die übliche Zeit für die Feindiagnostik. Diese Untersuchung ermöglicht Aussagen über Gliedmaßen, Wirbelsäule, Kopf und Rumpf sowie innere Organe. Sie dient dazu, eine Vielzahl von kindlichen Erkrankungen mit großer Sicherheit auszuschließen.

Fetale Echokardiographie

Die fetale Echokardiographie ist die Ultraschall-Untersuchung des fetalen Herzens zu verschiedenen Zeitpunkten der Schwangerschaft. Kindliche Herzfehler stehen an der Spitze der angeborenen Erkrankungen. Diese Untersuchung wird gemeinsam mit dem Feinultraschall durchgeführt.

 

Doppler-Sonographie

Untersucht wird die Nabelschnur und andere wichtige Blutgefäße. Das Ergebnis sind relativ sichere Aussagen über die Versorgung des Kindes mit Sauerstoff und Nährstoffen und darüber, wie das Herz entwickelt ist.

 

Chorionzottenbiopsie/Placentapunktion

Mit einer feinen Nadel wird durch die Bauchdecke in der 11. bis 13. SSW (geht aber auch später) Gewebe entnommen, aus dem sich später der Mutterkuchen bildet. Dieses Verfahren erlaubt mit relativ großer Sicherheit die Diagnose von Chromosomenabweichungen.

Amniozentese/Fruchtwasseruntersuchung

Bei der Amniozentese erfolgt unter Ultraschallsicht eine Punktion der Fruchthöhle mit Entnahme von Fruchtwasser durch die mütterliche Bauchdecke. Auch dieses Verfahren erlaubt mit relativ großer Sicherheit die Diagnose von Chromosomenabweichungen. Zusätzlich wird noch ein Parameter zur Erkennung von offenem Rücken ermittelt (AFP).


Untersuchungen in der Pränatalmedizin, die nicht von der Kasse übernommen werden:


Suchtest auf Entwicklungs- und  Chromosomenstörungen zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche, Erst-Trimester Screening

Mit der Messung der sog. Nackentransparenz (Nackenfalte) zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche lassen sich etwa ca. 90 % der Feten, bei denen eine chromosomale Störung (Trisomie 21 / Down Syndrom, Trisomie 1 / Pätau-Syndrom, Trisomie 18 / Edwards-Syndrom) vorliegt, identifizieren. Auch das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Bluthochdruck können berechnet und entsprechende vorbeugende Behandlungen eingeleitet werden. Zusätzlich erfolgt eine frühe Feindiagnostik und eine Blutentnahme zur Bestimmung zweier Parameter im mütterlichen Blut. Diese Parameter werden von der Placenta des Kindes gebildet und weisen auch auf eine gesunde Entwicklung des Kindes hin (PAPP-A und freies ß-HCG). 

Jetzt können schon schwere Organ-Fehlbildungen ausgeschlossen werden. Bei bestimmten Risikoschwangerschaften kann zeitnah eine Punktion der Placenta als „Chorionzottenbiopsie (CVS)“ durchgeführt werden.

Fetale Gendiagnostik aus mütterlichem Blut (Nicht invasive Testung auf Chromosomenstörungen, z. B. Harmony, Präna-Test), kombiniert mit einer frühen Feindiagnostik werden in der Praxis bei Bedarf ebenso durchgeführt.

 

3D/4D Darstellung des Kindes

Mit Hilfe der 3D/4D Technik gelingt die Oberflächendarstellung Ihres Kindes. Der optimale Zeitpunkt für die Untersuchung liegt zwischen der 25. und 30. Schwangerschaftswoche. Wichtig: Diese Untersuchung ersetzt nicht den Feinultraschall in der 20. SSW. Sie hat nicht das Ziel, Fehlbildungen oder andere Auffälligkeiten zu entdecken.

Weitere Informationen

Kontakt

Susanna Hellmeister und Dr. Daniela Reitz

Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

MVZ am Klinikum Darmstadt
Pränataldiagnostik DEGUM ll
Grafenstraße 13 (4. OG)
64283 Darmstadt

Tel.: 06151 / 360 9350
Fax: 06151 / 360 9369

E-Mail: praenatal@mvz-klinikum-darmstadt.de

www.praenatal-brust.de