Zentrale Notaufnahme des Klinikums Darmstadt

Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) steht am Standort Darmstadt 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr Notfallpatienten zur Verfügung.

Zum Vorteil unserer Patienten ist die ZNA interdisziplinär ausgerichtet, d.h. alle medizinischen Fachrichtungen des Klinikums arbeiten hier zusammen und Fachärzte aller Fachabteilungen stehen rund um die Uhr in Rufbereitschaft zur Verfügung. Unser Ziel ist eine rasche, zielorientierte Versorgung durch ein hochqualifiziertes, interdisziplinäres, interprofessionelles Team, das Ihnen im Falle einer lebensbedrohlichen Situation 24h am Tag zur Verfügung steht.

  • Schwerverletzte oder lebensbedrohlich erkrankte Patienten werden in unserem zertifizierten überregionalen Traumazentrum behandelt: in zwei speziell ausgestatteten Schockräumen werden sie sofort von einem Ärzte-Team und von speziell ausgebildetem Pflegepersonal versorgt.
  • Ebenso ist in der Zentralen Notaufnahme eine Chest Pain Unit integriert (Brustschmerzabteilung), die im Juni 2011 nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) zertifiziert wurde. Die Ursachen von Brustschmerzen werden schnell abgeklärt und die Gefährlichkeit eingeschätzt. Falls erforderlich, kann sofort z.B. eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt werden.
  • Eine überregional zertifizierte Stroke-Unit garantiert die Schlaganfallversorgung auf höchstem Niveau.

  • Die ZNA ist außerdem für die Behandlung von BG´lichen Arbeits- und Wegeunfällen nach dem VAV-Verfahren zugelassen.

 

 

 

Diagnostik und Therapie

Die insgesamt 14 Behandlungsräume bieten Platz zur individuellen Akutbetreuung. Sie sind grundsätzlich so ausgestattet, dass sie von allen Fachdisziplinen gleichermaßen genutzt werden können. Darüber hinaus stehen sechs Überwachungsplätze für Patienten bereit, die Untersuchungsbefunde abwarten müssen.

In der Zentralen Notaufnahme wird entschieden, ob der Patient wieder nachhause gehen darf oder stationär behandelt werden muss. Um die Entscheidung zu treffen, werden Labor-, EKG-, Röntgen-, Ultraschall- und endoskopische Untersuchungsverfahren in bzw. in unmittelbarer Nähe der Zentralen Notaufnahme durchgeführt. Dringende Spezialuntersuchungen können bei Bedarf unkompliziert veranlasst werden. Die Zentrale Notaufnahme steht in engem Kontakt mit den Fachambulanzen, den Intensivstationen, den Operationssälen und dem Kreißsaal des Klinikums.

Vom 28.02.-28.03.2011 nahm die Zentrale Notaufnahme der Klinikum Darmstadt GmbH an der GeNoaH-Studie teil. Die Erhebung diente zum  einen der strukturierten Erfassung von erwachsenen Gewaltopfern und deren Häufigkeit. Zum anderen wurde uns im Rahmen der Studie ermöglicht, eine Informationsbroschüre mit Beratungs- und Hilfestellen für Patientinnen und Patienten  mit Gewalterfahrungen zu erstellen.

Schockraum

In der Zentralen Notaufnahme stehen neben den einzelnen Behandlungseinheiten auch Räume zur Versorgung schwerstkranker Patienten zur Verfügung. Diese sind mit verschiedenen Apparaten zur Erhaltung und Wiederherstellung der Vitalfunktionen bei lebensbedrohlichen Verletzungen und Erkrankungen ausgestattet. Ebenso kommen hier Geräte zum Einsatz (z.B. Ultraschallgerät, Röntgen, CT, EKG), die eine weiterführende Diagnostik der zugrundeliegenden Grunderkrankung möglich machen.

Sollte ein schwerstverletzter, schwerstkranker Patient vom Notarzt für den Schockraum angemeldet werden, so steht innerhalb kürzester Zeit ein hochqualifiziertes Team an Ärzten und Pflegenden der verschiedensten Fachdisziplinen (Unfall-, Allgemein- und Gefäßchirurgie, Anästhesie, Radiologie, Innere Medizin) zur Verfügung, die eine zielgerichtete und schnelle Versorgung gewährleisten.

Überwiegend wird der Schockraum zur Versorgung schwer unfallverletzter Patienten genutzt, aber auch andere schwerkranke Patienten, die z.B. ein akutes Problem mit der Atmung oder den Gefäßen haben, werden hier zügig versorgt. Nach Durchführung der Notfalldiagnostik (Anamnese, Bildgebung, Labor) wird gemeinsam durch das Team der beteiligten Fachdisziplinen entschieden, welche Behandlung für den Patienten in der momentanen Situation am vordringlichsten ist. So werden z.B. häufig unfallverletzte Patienten sofort operiert. Durch die kurzen Wege in den neuen Zentral Operationsbreich ist eine schneller Transport der kritisch Erkrankten immer gewährleistet.

Muss ein Patient nicht sofort operiert werden, so kann er nach Stabilisierung der Vitalparameter auf den zur Verfügung stehenden Intensivstationen überwacht werden.

Patientenaufnahme

Ersteinschätzung

Bei Ankunft der Patienten wird sofort nach einem international etablierten System die Beeinträchtigung und Behandlungsdringlichkeit erfasst, denn es gilt der Grundsatz: Die Patienten werden nach Dringlichkeit und nicht nach zeitlichem Eintreffen versorgt.

Gefährdete Patienten, die sofort behandelt werden müssen, haben die Dringlichkeitsstufe „rot“.

Patienten ohne lebensbedrohliche Gefährdung, die aber umgehend behandelt werden müssen, haben die Dringlichkeitsstufe „gelb“.

Patienten mit behandlungsbedürftigen Erkrankungen, die aber nicht sofort behandelt werden müssen, bekommen die Einstufung „grün“ und müssen mit Wartezeit rechnen.


Administrative Aufnahme

Ist die Ersteinschätzung abgeschlossen, erfolgt immer die administrative Aufnahme mit der Erfassung aller notwendigen persönlichen Daten in unserem modernen EDV-System, über das alle weiteren Maßnahmen und Untersuchungen koordiniert werden. Dabei können auch spezielle Wünsche nach einem Einzelzimmer und Wahlleistungsbehandelung angegeben werden. Außerdem besteht durch eine vollständige administrative Aufnahme die Möglichkeit, vorhergehende Aufenthalte einzusehen um unnötige Belastungen und Untersuchungen für die Patienten zu vermeiden und ggf. Befunden im Verlauf zu betrachten.


Was sollten Notfallpatienten, wenn möglich, mitbringen?

  • Einweisung des behandelnden Arztes
  • Krankenkassen-Versicherungskarte bzw. Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse
  • Personalausweis
  • Vorhandene Arztbriefe
  • Aktuelle Medikamentenliste
  • Allergie-, Herzschrittmacher-, „Marcumar“-Pass, Mutter-Pass
  • Röntgenbilder (Foto oder CD)
  • Impfausweis
  • ggf. Tagesdosis ihrer Medikamente
  • einen Imbiss

Weitere Informationen

Zentrale Notaufnahme des Klinikum Darmstadt

Grafenstraße 9
64283 Darmstadt

Tel.: 06151 - 107 8161
Fax: 06151 - 107 8155

zna@mail.klinikum-darmstadt.de

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des Klinikum Darmstadt

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64283 Darmstadt

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Fax 06151-107 8155

zna@klinikum-darmstadt.de