"MRSA" - vorbildlich niedrige Infektionsrate

Zu den häufigsten Infektionserregern im Krankenhaus zählen die sogenannten Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus-Stämme, die auch als MRSA bezeichnet werden und schwer zu bekämpfen sind. Für gesunde Menschen mit einer starken Immunabwehr sind MRSA-Keime in der Regel harmlos. Bei Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr kann es durch eine MRSA-Ansteckung aber zu Erkrankungen wie Wundinfektionen, schweren Lungenentzündungen oder Blutvergiftung (Sepsis) kommen.

Am Klinikum Darmstadt wurde ein spezielles Vorgehen zur MRSA-Aufnahmeuntersuchung etabliert, das ein schnelles und modernes Testverfahren für alle Risikopatienten einschließt. Durch das konsequente Screening mittels Schnelltest „PCR“ bei der Aufnahme  und die gezielte Isolierung von MRSA-Patienten, konnte das Risiko einer Übertragung des MRSA-Erregers auf andere Patienten immer weiter reduziert werden. So lag das Risiko einer im Krankenhaus erworbenen MRSA-Infektion am Klinikum Darmstadt im Jahr 2016 bei 0,066% - das bedeutet nicht einmal jeder 1500ste Patient war davon betroffen. Das Risiko einer MRSA-Krankenhausinfektion ist im Klinikum Darmstadt also 22 mal geringer, als es in einem Haus dieser Größe zu erwarten wäre. Auch bei der Reduzierung der Infektionsrate im operativen Bereich konnten Maßstäbe gesetzt werden. Unter anderem durch den Einsatz modernster Raumlufttechnik konnte die Keimzahl nach Messungen um den Faktor 20 reduziert werden.

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