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Neurologische Intensivmedizin

Die Neurologische Intensivstation umfasst zehn Überwachungsplätze mit zentralem Monitoring der Vitalfunktionen und Beatmungsmöglichkeit. Auf der Station erfolgt die Diagnostik und Therapie aller lebensbedrohlichen und intensivtherapiepflichtigen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems.

Wichtige Indikationsgebiete sind der akute ausgedehnte Hirninfarkt, intrakranielle Blutung, schwere epileptische Anfälle, Hirngewebs- und Hirnhautentzündungen durch Bakterien und Viren, akute Nervenentzündungen (Guillain-Barré-Syndrom) und krisenhafte Verschlechterungen bei neuromuskulären Erkrankungen (myasthene Krise) sowie alle unklaren nichttraumatischen Komazustände. Dank der ausgewiesenen Spezialisierung können wir auf ein umfassendes Erfahrungsspektrum und Expertenwissen zurückgreifen.

Unsere intensivmedizinischen Verfahren sind:

  • Anlage von Gewebesonden zur Messung der Hirndrucks
  • Therapeutische Kühlung (Hypothermie, Targeted temperature management)
  • Ultraschallverfahren zum Monitoring von Vasospasmen
  • Parenchymultraschall
  • kontinuierlich abgeleitete Gehirnstromkurven (Continous EEG-Monitoring) mit Videokontrolle
  • Prognostizierung nach Herz-Kreislauf-Stillstand mittels elektrophysiologischer Methoden

Schlaganfall

Schlaganfall stellt eine Volkskrankheit dar und einen Notfall, bei dem Minuten wichtig sind. Rufen Sie unbedingt den Notarzt, wenn diese Symptome auftreten. Dies ist auch geboten, wenn die Symptome schnell wieder verschwinden.

Bei einem Schlaganfall handelt es sich um eine akute Durchblutungsstörung des Gehirns, seltener um eine Einblutung.

Wesentliche Symptome sind plötzlich aufgetretene Lähmungen, Gefühlsstörungen, Sprachstörungen.

Hierbei handelt es sich um einen medizinischen Notfall wie z.B. bei einem Herzinfarkt, so dass ein schneller Transport in die Klinik geboten ist. Dies umso mehr, weil innerhalb der ersten sechs Stunden Durchblutungsstörungen, die zu schwerwiegenden Funktionsausfällen des Gehirns führen, mit einer Gerinnsel auflösenden Therapie (Lysebehandlung) oft mit gutem Erfolg behandelt werden können. Allerdings hängt der Erfolg der Therapie ab von der Zeit von Symptombeginn bis Behandlung. 

Die für die Diagnostik der Ursache eines Schlaganfalls erforderlichen Untersuchungen werden umgehend durchgeführt und es stehen alle wesentlichen diagnostischen Verfahren im Klinikum zur Verfügung. Häufig ist eine Gefäßverengung einer der zum Gehirn führenden Arterie Auslöser eines Schlaganfalls. Hier stehen in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie (Prof. Dr. Ludwig) und der Gefäß- und Endovascularchirurgie (PD. Dr. Adili) die beiden wesentlichen Behandlungsmethoden – nämlich die stent-geschützte Angioplastie (Aufdehnung der Gefäßverengung) sowie die Operation der Engstelle – zur Verfügung.

Die Klinik für Neurologie beteiligt sich zusammen mit den beiden genannten Kliniken an Studien zur Erforschung der Langzeiterfahrungen mit der stent-geschützten Angioplastie. Patient*innen, die an dieser Studie teilnehmen, erhalten natürlich neben einer optimalen Behandlung eine regelmäßige Nachuntersuchung des Behandlungsergebnisses.

  • Schwindelgefühl: heftiger Dreh- oder Schwank-Schwindel
  • Schwäche mit anhaltendem Lähmungsgefühl: Eine plötzlich eintretende Lähmungserscheinung auf einer Körperseite kann auf einen Schlaganfall hinweisen. Ebenso ein gestörtes Berührungsempfinden. Ein typisches Merkmal ist ein herunterhängender Mundwinkel.
  • Schluckstörungen
  • Sehstörungen: Tritt plötzlich eine Einschränkung des Gesichtsfeldes ein, übersehen Betroffene zum Beispiel Gegenstände und Menschen auf der linken Körperseite. Auch Störungen des räumlichen Sehens können Folge eines Schlaganfalls sein. Betroffene können sich nicht mehr orientieren. Ebenso können Doppelbilder auf einen Schlaganfall hinweisen.
  • Kopfschmerzen: Kopfschmerzen in bisher ungekannter Stärke, Ursache sind zumeist Einblutungen in das Hirngewebe (meist hervorgerufen durch das Platzen oder Zerreißen einer in der Regel angeborenen Gefäßaussackung). Diese starken Kopfschmerzen können mit Übelkeit und Erbrechen verbunden sein.
  • Sprach- und Verständnisstörungen: Sie können sich als stockende, abgehackte Sprache äußern, aber auch das Verdrehen von Silben oder Buchstaben beinhalten. In seltenen Fällen kann der Betroffene gar nicht mehr sprechen. Bei Sprachverständnisstörungen wird das Gesagte nicht mehr verstanden.
  • Bewusstseinsstörungen: Plötzliche Bewusstlosigkeit oder Nicht-Erweckbarkeit können Symptome eines Schlaganfalls darstellen.

Weitere Informationen: http://www.schlaganfall-hilfe.de