Notfall
Terminanfrage
Schwangerschaft & Geburt
Lageplan
Ansprechpersonen
Lob & Kritik

Unsere Therapieangebote

Das Mittel der Behandlung ist die Psychotherapie. Dabei wird der Dialog mit den Patient*innen und ihren Symptomen auf allen Ebenen gesucht: der sprachlichen Ebene in der Einzel- und Gruppenpsychotherapie, der sozialen Ebene in Paar- und Familiengesprächen, der körperlichen Ebenen in der Konzentrativen Bewegungstherapie, der gestalterischen Ebene in der Mal- und Kunsttherapie. Das Behandlungskonzept basiert auf einer psychodynamischen / tiefenpsychologisch fundierten Grundhaltung, verhaltenstherapeutische Verfahren und Entspannungstherapie werden zusätzlich eingesetzt.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in unserer Klinik ist auf acht bis zehn Wochen angelegt, der wöchentliche Therapieplan setzt sich aus Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Gymnastik, Gestaltungstherapie, Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren, Familiengesprächen und körperlichen Untersuchungen zusammen. Bei körperlichen Beschwerden steht die gesamte diagnostische und behandlerische Kompetenz des Klinikums zur Verfügung. Des Weiteren wird bei Bedarf Krankengymnastik und Balneotherapie angeboten.

Therapien

Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) ist eine tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie. Das Verfahren geht davon aus, dass sich alle Erfahrungen des Menschen nicht nur seelisch, sondern auch körperlich in Eindrücken, Verhalten, Entspannung oder Verspannungen niederschlagen und eine „verkörperte“ Lebensgeschichte ergeben.

In der KBT ist es möglich über Wahrnehmung des eigenen Körpers in Ruhe und Bewegung, in Kontakt mit sich und anderen, fixierte Haltungen und Fehlhaltungen zu erfahren und abzubauen.

Der geschützte therapeutische Raum schafft die Möglichkeit neue Spielräume zu erproben.
Emotionale Erfahrungen und Erinnerungen, die mit dem leiblichen Ausdrucksgeschehen verbunden sind, werden durch das konzentrative Spüren angeregt und dadurch der bewussten Reflexion zugänglich.

Im therapeutischen Gespräch wird das Erleben in Worte gefasst, im „Hier und Jetzt“ reflektiert und in Zusammenhang mit der persönlichen Geschichte betrachtet.

Ziel der KBT ist es, aus den Erfahrungen Handlungsimpulse zu entwickeln, um sie in den Alltag zu integrieren.


Bewegungsgruppe

Die Bewegungsgruppe ist als offenes und therapieübergreifendes Angebot konzipiert. Dabei werden Bewegung, Bewegungsspiele und Sportelemente zu einem Therapieangebot verknüpft. Grundlage bildet eine ganzheitliche Perspektive auf den Menschen, in der ein gesunder Leib als Ressource für eine erfolgreiche Therapie begriffen wird und gefördert werden soll. Die Gesunderhaltung kann über Bewegung als Medium unterstützt und die Resilienz zukunftsorientiert gestärkt werden.

Inhaltlich dienen funktionelle Übungseinheiten zur Kräftigung der Erhöhung der Ausdauer und Förderung der Koordinationsfähigkeit und können unterstützend bei dem Abbau von Stress wirken. Die Aktivität innerhalb einer Gruppe fördert durch das gemeinsame Tun die Motivation und begünstigt innerhalb eines spielerischen Settings die Aktivierung von Ressourcen. Der Einbezug verschiedener Angebote bietet Abwechslung und macht Freude an Bewegung erlebbar.

In der Kunsttherapie wird die gestalterische Ausdrucksfähigkeit und Kreativität der Patient*innen angesprochen. Bilder, als Visualisierungen psychischen Geschehens, bieten u. a. die Möglichkeit auch diffuse oder beängstigend erlebte Gefühle auszudrücken, anzuschauen, zu gestalten und zu differenzieren. Sie können so stabilisierend wirken.

Im Experimentieren mit der eigenen Kreativität können Wünsche, Träume und das Ausprobieren von ungewohnten Verhaltensmustern erlebt werden. Anschließend sind die Gestaltungen Ausgangspunkt therapeutischer Gespräche in der Gruppe oder mit dem Therapeuten. Sie werden von anderen wahrgenommen, aus der Distanz betrachtet und miteinander geteilt. Ein Suchprozess zu sich selbst kann stattfinden.

Neben Malen und Zeichnen gehören auch Modellieren und die Entwicklung von Ritualen in den Bereich der Kunsttherapie.

Für Patient*innen mit chronischen Schmerzen bieten wir neben dem allgemeinen Therapieprogramm der Psychosomatischen Klinik ein spezielles Angebot:

Im Rahmen einer kleinen Patientengruppe beschäftigen wir uns intensiv mit den Schmerzen des Einzelnen. Es wird theoretisches Wissen über Schmerzen einschließlich neurophysiologischer Vorgänge vermittelt, die Wirkung der unterschiedlichen Medikamente und nicht-medikamentöse Behandlungsansätze werden besprochen. Ausgehend von diesem Wissen wird der eigene Umgang mit den Schmerzen betrachtet und anschließend neue Bewältigungsmöglichkeiten vorgestellt, besprochen und eingeübt.

Eingesetzt werden neben einer differenzierten medikamentösen Behandlung Krankengymnastik, Konzentrative Bewegungstherapie, Kunsttherapie Entspannungsverfahren und schmerzspezifische Visualisierungstechniken; Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie werden in das Behandlungskonzept integriert. Im Einzelfall kann auch das EMDR-Schmerzprotokoll zur Anwendung kommen.

Ziel ist es, mit den eigenen Schmerzen so umzugehen, dass ein weitgehend normales Leben möglich wird, auch wenn Schmerzfreiheit nicht immer erreicht werden kann.


Gruppe Somatoforme Störungen (GSS)

Die Gruppe vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten (Psychoedukation) zum Umgang und zur Bewältigung von körperlichen Beschwerden, die sich nicht oder nicht vollständig durch eine organische Erkrankung erklären lassen, sondern (auch) psychisch bedingt sind. Häufig handelt es sich dabei um Symptome, die auf eine starke Erregung des autonomen Nervensystems zurückgeführt werden können, wie z.B:

  • Schmerzsymptome
  • Allgemeinsymptome wie Müdigkeit und Erschöpfung 
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden wie Druckgefühl, Stiche, Herzstolpern
  • Beschwerden im Bereich der Atmung (Gefühl der Atemhemmung, Halsenge, Luftnot)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Reizmagen, Reizdarm)
  • Schmerzen und Beschwerden im Urogenitalbereich (chronische Unterbauchschmerzen, Reizblase, sexuelle Funktionsstörungen)

Das Gruppenprogramm umfasst vier Sitzungen. Es vermittelt grundlegende Informationen zum Erscheinungsbild sowie zur Entstehung und Aufrechterhaltung der körperlichen Beschwerden. Mit Hilfe des Erstellens von Tagebüchern lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Verhaltensweisen und Situationen zu bestimmen, die zur Verschlechterung bzw. Verbesserung der Beschwerden beitragen.

Gruppe Achtsame Körperwahrnehmung

Die Gruppe zur achtsamen Körperwahrnehmung stellt ein indikatives Angebot für Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen oder somatoformen Schmerzstörungen dar. Als köperorientierte Therapie wird hier die eigenleibliche Wahrnehmung gestärkt und der Leib als Partner in den therapeutischen Prozess einbezogen.

Der Einbezug von Achtsamkeit als ein Modus des gesammelten Bei-sich-selbst-sein ermöglicht das Erleben im Hier und Jetzt und bildet den Grundstein für die Ausrichtung auf Veränderung. Sanfte Bewegungsangebote ermöglichen den Patientinnen und Patienten eine Anpassung an die individuelle Bewegungsdosis im Spannungsfeld von Über- und Unterforderung. Das Erleben von Zentrierung fördert die Entspannungsfähigkeit und bildet damit einen natürlichen Gegenspieler zum Schmerzerleben. Hierzu werden innerhalb des Gruppensettings Strategien eingeübt, die auf eine Fokusverschiebung hin zu den Ressourcen abzielen. Im therapeutischen Refektionsgespräch werden Erfahrungen aufgearbeitet und können so wirksam integriert werden. 

Durch den Einsatz von Techniken zur achtsamen Körperwahrnehmung lernen die Patientinnen und Patienten ihre Aufmerksamkeit zu lenken. Die erhöhte eigenleibliche Wahrnehmung stärkt die Beziehung und damit das Vertrauen in den eigenen Körper, die Fähigkeit zur Selbstregulation wird erlebbar.

„Zeit heilt alle Wunden" sagt der Volksmund und hat damit leider doch nicht immer recht. Und nicht nur der Leib kann schwere Wunden und Verletzungen erleiden, sondern auch die Psyche eines Menschen. Dabei sind Leib und Seele eng miteinander verbunden. Körperliches und seelisches Erleben stellen letztendlich eine vielfältig verwobene Einheit dar. Das Unterscheiden von seelischen und körperlichen Verletzungen ermöglicht allerdings oft zunächst vor allem in der Akutsituation die notwendige gezielte praktische medizinische Hilfe.

Die medizinische Erfahrung und neuropsychologische Forschung zeigt, dass unser Leib tendenziell ein längeres und präziseres Gedächtnis traumatischer Erlebnisse verfügt, als dies unsere Gefühle und unser Verstand vermögen.

So sind unter Umständen lange zurückliegende frühe Erfahrungen von sexualisierter und anderer Gewalt, dem Erleben von Krieg, Flucht, Vertreibung, Unfällen, schweren Erkrankungen oder anderen traumatisierenden Erlebnissen unserem kognitiven Gedächtnis und unseren Gefühlen nicht zugänglich. Stattdessen erleben Menschen vielfältige körperliche oder auch unspezifische psychische Symptome, die erst einmal kaum in einen verstehbaren Sinnzusammenhang zu bringen möglich erscheinen. Häufig bleiben viele technische Untersuchungen, medizinische und paramedizinische Behandlungsversuche teilweise über Jahre ohne greifbares Ergebnis.

Als Symptome zeigen können sich unter anderem Schmerzmitteln kaum zugängliche schwere chronische Schmerzsyndrome, Funktionsstörungen der Gliedmaßen oder inneren Organe, schwer fassbare körperliche Missempfindungen, Essstörungen, Substanzmissbrauch, Alpträume, inner Unruhe, „Zerstreutheit" und Unaufmerksamkeit, inneres Wiedererleben traumatischer Erlebnisse, Vermeidungsverhalten, Angstzustände, Gefühle der körperlichen Abstumpfung und Unfähigkeit Freude oder Trauer zu empfinden.

Es bedarf eines bedachten, sachgerechten und behutsamen diagnostischen Prozesses um gemeinsam zwischen Patient und Behandlungsteam allmählich Zugang zur ursächlichen traumatischen Problematik zu gewinnen und Schritt für Schritt hilfreiche Behandlungsschritte zu entwickeln.

Um eine Bewältigung traumatischer Erfahrungen und deren Folgestörungen zu ermöglichen, erarbeiten wir zunächst Strategien sich selbst möglichst gut zu beruhigen und sicher fühlen zu können. Weiter entdecken und entwickeln wir gemeinsam Stärke, Fähigkeiten und die Ressourcen, die die Umwelt einem Menschen bieten kann um das Wohlbefinden, Stimmung, Selbstwirksamkeitserleben und Sicherheitsgefühl im Alltag möglichst gut zu stärken. Dabei kommen vielfältige verbale und nonverbale psychotherapeutische Methoden ebenso zum Einsatz wie nach Erfordernis organmedizinische Behandlungsmethoden.

So gut stabilisiert und gerüstet macht es dann manchmal Sinn, sich noch einmal im Schutz der therapeutischen Beziehung mit den erlebten traumatischen Ereignissen so auseinanderzusetzen, dass sie mehr bewältigt werden und schließlich tatsächlich zu den bewältigten Erfahrungen innerlich versöhnt abgelegt werden können.


Traumabewältigungsgruppe (nur Frauen)

Die Traumabewältigungsgruppe ist eine indikative Gruppe mit dem Ziel, den Teilnehmerinnen Möglichkeiten zu vermitteln, sich selbst zu stabilisieren und sich von Belastungen besser distanzieren zu können. Das übergreifende Konzept von Tanz- und Kunsttherapie in der Traumabewältigungsgruppe trägt durch die Ansprache unterschiedlicher Sinneskanäle zu einer umfassenden Verinnerlichung der Stabilisierungsübungen bei und dient der Vertiefung des Erlebten. Das in der Tanztherapie im Körper Erlebte wird in der Kunsttherapie in eine gestalterische Form gegeben, um der Flüchtigkeit des Erlebten eine bleibende Form zu geben, umgekehrt kann das Gestaltete in den Körper introjiziert und dadurch direkt körperlich erlebbar gemacht werden durch entsprechende Körperinterventionen, es entsteht eine Vertiefung und Erweiterung durch den konstanten intermedialen Transfer.

Inhaltlich baut die Gruppe häufig auf Imaginationsübungen und Traumreisen auf, die die eigenen Ressourcen wecken und dazu anregen, helfende innere Anteile zu etablieren. Die inneren Bilder werden im Anschluss reflektiert und häufig gestalterisch dargestellt. Im Gestaltungsprozess können die Erfahrungen der Imagination gefestigt und mit weiteren Details ausgebaut werden. Im künstlerischen Tun können die Frauen sich selbstwirksam erleben, was im Kontrast zu dem Ohnmachtserleben in ihrem Leben steht. Das entstandene Bild oder Objekt kann als bleibende Erinnerung an die positiven Erfahrungen eine wichtige Funktion haben.
 

Die Tanztherapie hat die Vermittlung unterschiedlicher Stabilisierungstechniken zur Ressourcenstärkung wie körperorientierte Möglichkeiten der Stabilisierung zum Schwerpunkt, die Entwicklung von körperlichen Ressourcenankern, z.B. Bewegungen und Haltungen, die mit positivem, kraftvollem Selbsterleben assoziiert sind. Des Weiteren wird die Körper- und Affektwahrnehmung, das Bewusstmachen der Körpergrenzen, die Differenzierung vegetativer Phänomene mit Annäherung an den assoziierten Affekt gefördert. Im Bereich der Selbstkontrolle ist die Rückgewinnung der Kontrolle über das eigene Erleben das Ziel. Eigene Impulse und Handlungen werden gefördert, Angebote zum Erleben von Selbstwirksamkeit gemacht, um Anstöße zu geben, bestehende negative Grundannahmen wahrzunehmen, zu überprüfen und zu modifizieren.

Körperbildgruppe (nur Frauen)

Das Körperbild beinhaltet das emotionale Körpergefühl und die kognitive Selbstbewertung eines Menschen und repräsentiert die Vorstellung von dem eigenen Körper. Liegt eine Störung im Körperbild vor, wird die Körperrealität stark verzerrt wahrgenommen oder verkannt. 

In der Körperbild-Therapie wird im Gruppensetting dieses Bild in einem geschützten Rahmen der bewussten Wahrnehmung zugänglich gemacht, um an der subjektiven und affektiven Bewertung zu arbeiten. 

Mithilfe strukturierter Körperarbeit wird das Wissen vom eigenen Körper geschult und der Leib in seinen Relationen und Begrenzungen erfahrbar. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers wird durch den Einbezug der Sinne vertieft und kann im Rahmen der Gruppe abgeglichen werden. Die Arbeit am Körpererleben zielt auf die Beziehung zum eigenen Körper ab, durch das Wiedererleben zusammenhängender Empfindungen und Gefühle können neue Verhaltensweisen erprobt und Ausdrucksmöglichkeiten über den Körper erweitert werden. 

Das Eigensein und die eigene Körperlichkeit werden forschend erkundet und über den Einsatz kreativer Medien der Integration zugänglich gemacht. Schwerpunkt der Körperbild-Therapie bildet die Bearbeitung von einem negativen oder verzerrten Bild vom Körper, um eine Wiederaneignung des Körpers als Teil des Selbst zu ermöglichen.

Angst- und Zwangsbewältigungsgruppe

Dieses gruppentherapeutische Angebot richtet sich an Patientinnen und Patienten,

  • die mit sozialen Ängsten, Panikattacken, spezifischen Ängsten (z.B. Hunde, Spinnen), generalisierten Ängsten (sich sehr viele Sorgen machen) und Zwängen (z.B. Waschzwängen) zu uns in die Behandlung kommen
  • deren Wohlbefinden und Alltagsbewältigung auf Grund von Ängsten/Zwängen eingeschränkt ist, die bestimmte Dinge nicht mehr tun können oder vermeiden (z.B. Autofahren, Busfahren, das Haus verlassen ohne stundenlang den Herd zu kontrollieren) und deren Beziehungen zu anderen Menschen auf Grund der Ängste/Zwänge belastet sind

Die Patientinnen und Patienten bekommen allgemeine Informationen und ein Erklärungsmodell zu ihrer Angst- oder Zwangsstörung vermittelt, es werden hilfreiche kurz- und langfristige Bewältigungsstrategien vorgestellt, welche im (stationären) Alltag direkt umgesetzt und ausprobiert werden können, um die Ängste/Zwänge und eigenes Vermeidungsverhalten abzubauen und den Aktionsradius wieder zu erweitern. Mit Hilfe von „Hausaufgaben“ und Infomaterial werden die einzelnen Inhalte der Gruppe vertieft.


Gruppe „Skills“

In dieser indikativen Gruppe wird ein kurzes Training in Fertigkeiten (oder „Skills“) aus der Dialektisch-Behaviorale Therapie nach M. Linehan angeboten. Diese Fertigkeiten sind hilfreich, um kurzfristig wirksam und langfristig nicht schädlich auf emotional schwierige Situationen zu reagieren. Das Training besteht aus vier wöchentlichen Sitzungen und umfasst folgende Themen: Einführung in das Training, Achtsamkeit, Skills und Skillsketten, Emotionsregulation. 

Die Teilnehmer üben die Fertigkeiten innerhalb und zwischen den Sitzungen. Sie lernen das Ausmaß ihrer Anspannung und dazu passende Fertigkeiten zu unterscheiden und erstellen einen persönlichen „Notkoffer“ mit erprobten wirksamen Fertigkeiten bei schweren emotionalen Krisen. Die Gruppe ist geeignet für Personen mit Problemen der Affekt- oder Emotionsregulation. 


Gruppe „Soziale Kompetenz“ (SKT)

Das Soziale Kompetenztraining hat zum Ziel, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern soziale Fertigkeiten im Umgang mit anderen Menschen zu vermitteln und dabei selbstsicheres Verhalten zu fördern. 

Das Gruppentraining sozialer Kompetenzen richtet sich vor allem an Personen, die Schwierigkeiten haben:

  • bei der Kontaktaufnahme 
  • Ansprüche und Interessen durchzusetzen
  • berechtigte Forderungen und Bedürfnisse angemessen im Umgang und in der Kommunikation mit anderen zu vertreten

Das Training sensibilisiert die Teilnehmer für die Zusammenhänge zwischen der Wahrnehmung und Interpretation von Situationen sowie von Gefühlen und Verhalten. Anhand von Rollenspielen üben die Teilnehmer sozial kompetentes Verhalten in unterschiedlichsten alltagsnahen Situationen und lernen dadurch entsprechend neue Bewältigungstechniken. Das Feedback der Gruppe kann als Spiegel dienen, der bisherige hinderliche Denk- und Verhaltensmuster deutlich werden lässt. 

Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Klinikum Darmstadt GmbH bietet ab September 2021 die Behandlung im Rahmen einer PsIA an.

Mehr Infos.

Die Arbeit des Pflegedienstes der psychosomatischen Stationen 41 + 61 ist in das psychotherapeutische Gesamtkonzept der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie eingebettet.

Der Pflegedienst übernimmt darin eigenständige Bereiche der unterschiedlichen Art, wie z.B. Gesprächsrunden (Morgenrunde, Wochenabschlussrunde), spielerisch-sportliche Gruppen und die Entspannungsverfahren wie „progressive Muskel-Entspannung", „Autogenes Training" u.a. Methoden der Entspannungstechniken.

Dabei ist die kontinuierliche Kommunikation der einzelnen Team-Mitglieder untereinander und das Einbringen aller Beziehungserfahrungen und Beobachtungen mit den Patient/innen im therapeutischen Feld in die Gesamt-Konferenzen, Supervisionen und Teambesprechungen wesentlicher Bestandteil der Therapie.

Hier wird aus vielen Einzelinformationen gleich Mosaiksteinen ein gesamtes Konzept für die Therapie der einzelnen Patient*innen entwickelt und dieses immer wieder bei neuen Ereignissen überdacht und eventuell korrigiert.

Weitere wichtige Aufgaben des Pflegedienstes in Bezug auf die Stationsarbeit sind das alltägliche Gestalten der Beziehungen zwischen Patient*innen untereinander und Pflegepersonal im so genannten „Realraum". Darunter ist der Aufbau einer vertrauensvollen Gesprächsbeziehung zu verstehen, die während des gesamten stationären Aufenthaltes und insbesondere bei auftretenden Krisen genutzt werden kann.

In den Begegnungen auf Station, auch bei Krisen, gilt es den Patient*innen behilflich zu sein die eigenen äußeren und inneren Welten, die im Moment so unverständlich, schmerzhaft und beängstigend sein können, trotzdem zu halten, auszuhalten und sie in den Therapie-Prozess wieder einzubringen und somit daran für sich weiter zu arbeiten.

Bezugspflege heißt auch insbesondere, mit den Patient*innen regelmäßig Gespräche durchzuführen, um die aktuelle Problematik in Anlehnung an die festgelegten Foci durch die im Alltag gemachten Erfahrungen zu analysieren und dementsprechend lösungsorientiert und unterstützend-stabilisierend den Patient*innen zu begleiten.

Weitere Aufgaben des Pflegedienstes sind die Aufrechterhaltung des stationären Rahmens als unbedingte und unverzichtbare Voraussetzung für das Funktionieren von stationärer Therapie, d.h. z.B. Einhaltung der Rahmenbedingungen und des Therapieplanes und im administrativen Bereich die Abwicklung der gesamten Stationsorganisation wie Dienstplangestaltung, Patienten-Dokumentation und Kooperation mit den übrigen Zentren des gesamten Klinikums.

Ganz klar - sich von der Zigarette zu verabschieden ist nicht ganz einfach. Das liegt zum einen an dem Suchtstoff Nikotin, der abhängig macht: beim Rauchstopp kommt es dann zu körperlichen Entzugserscheinungen wie Müdigkeit, Konzentrationsmangel, Nervosität oder Hungergefühl.

Gleichzeitig besteht neben der körperlichen Abhängigkeit jedoch auch eine psychische Abhängigkeit, die sich in einem heftigen Rauchverlangen und dem Unvermögen, in bestimmten Situationen wie z. B. nach dem Essen, beim Telefonieren oder in Stress-Situationen auf das Rauchen zu verzichten, äußert.

Wer das Rauchen aufgeben möchte, muss sich deshalb mit verschiedenen Punkten auseinandersetzen: er muss von der Sucht loskommen, gleichzeitig sein gewohntes Verhalten ändern und einen „Ersatz" für sich finden.

Im Rahmen des zweiwöchigen Kompaktprogramms „Rauchfrei werden – Nichtrauchertraining am Klinikum Darmstadt“ geht es darum, das eigene Rauchverhalten zu verstehen, die Auslöser für den Griff zur Zigarette zu identifizieren und Handlungsalternativen zu entwickeln. Das Kursprogramm findet an je vier Terminen, jeweils dienstags und donnerstags von 17 Uhr bis 18.30 Uhr, statt und ist ganzjährig fortlaufend.

Die Kosten hierfür tragen die Patient*innen selbst.

Gestufte Behandlung in der Psychosomatik

Zugang zur Behandlung: Mit einem Einweisungsschein in unsere Abteilung Psychosomatik können Sie gerne einen Termin über die Telefonnummer 06151 107 4061 vereinbaren. Jeder behandelnde Arzt/Ärztin und jeder ambulante Psychotherapeut*in darf Ihnen diesen Einweisungs(!)schein ausstellen.

Konzept: Ziel ist es, die Indikation für eine stationäre oder tagesklinische Aufnahme zu überprüfen und zu klären, ob eher eine Reha-Behandlung notwendig ist, oder ob es Kontraindikationen für eine Aufnahme bei uns gibt. Zudem erfahren Sie, was Sie in der Behandlung bei uns erwartet.

Zugang zur Behandlung: Nach dem Vorgespräch erhalten Sie einen Termin zur Aufnahme je nach Dringlichkeit und unserer Kapazität. Möglicherweise ist auch ein Wechsel aus dem tagesklinischen in den voll-stationären Bereich möglich/anzuraten.

Wenn Sie zur vorstationären Behandlung in unserem Hause waren, benötigen Sie keinen neuen Einweisungsschein.

Dauer: Die Stationäre Behandlung dauert 8 bis 10 Wochen, gelegentlich länger,  gegebenfalls ist ein Wechsel in die Tagesklinik innerhalb des Zeitraumes sinnvoll, das wird während des Aufenthaltes besprochen

Konzept:  Grundlage ist das multimethodale Behandlungskonzept mit der verbindlichen Teilnahme an den verschiedenen Therapiegruppen. Während des Aufenthaltes ist es wichtig auch die sozialen Angelegenheiten zu bearbeiten und auch das familiäre Umfeld mit einzubeziehen. Es finden daher auch Paar-Familien-Gespräche statt, wir fördern es sehr, wenn Sie mit Sozialberatungen, Arbeitgebern etc .Kontakte  herstellen, um einen guten Übergang zu schaffen.

An den Wochenenden finden mitunter auch Belastungserprobungen statt.

Zugang zur Behandlung: Nach dem Vorgespräch erhalten Sie einen Termin zur Aufnahme je nach Dringlichkeit und unserer Kapazität. Da Sie bereits einen Einweisungsschein vorgelegt haben, benötigen Sie zur Aufnahme keinen neuen. Zudem ist der Zugang nach Wechsel aus dem tagesklinischen Bereich möglich.

Wenn Sie in einer anderen Klinik stationär behandelt wurden, ist eine Aufnahme auch möglich. Wir bitten um frühzeitige Kontaktaufnahme über Sie oder den Therapeuten Ihrer Klinik, ggf. auch über eine Videosprechstunde, um längere Unterbrechungszeiten beim Wechsel des Settings zu verhindern.

Dauer: Die tagesklinische Behandlung dauert in der Regel 8 bis 10 Wochen, gelegentlich länger, ggf. ist zudem ist der Wechsel innerhalb des stationären Aufenthaltes möglich ohne dass sie die Gesamtbehandlungszeit dadurch verlängert. Sie bleiben dabei in der gleichen Therapiegruppe und haben auch keinen Wechsel des Bezugstherapeuten. Ob ein Wechsel in die Tagesklinik innerhalb des Zeitraumes sinnvoll, wird während des Aufenthaltes mit Ihnen und dem Einzeltherapeuten besprochen.

Wenn Sie aus einer anderen Klinik zu uns kommen, sind die Behandlungszeiten in der Regel etwas länger, da die Kontakt- und Beziehungsaufbauphase in dem hiesigen Setting auch noch erfolgen muss, um eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung aufzubauen.

Konzept:  Grundlage ist auch hier das multimethodale Behandlungskonzept. Sie sind montags bis freitags von 8 bis 16:.0 in die Klinik. Frühstück und Abendessen finden Zuhause statt.

Zugang zur Behandlung: Während des Aufenthaltes vollzieht sich der Settingwechsel.

Dauer: insgesamt wird die Behandlungszeit dadurch nicht verlängert und richtet sich nach den Erfordernissen des Krankheitsbildes.

Konzept: Uns ist die Arbeit in einer stabilen therapeutischen Beziehung und in der Patientengruppe ein hohes Anliegen. Sie bleiben in Ihrer bisherigen Gruppe und bei Ihrem zugewiesenen Einzel- und Gruppentherapeuten und auch Ihrer Bezugspflegekraft.

Weitere Leistungen

Zugang zur Behandlung: Im Rahmen einer Behandlung in einem Tumorzentrum (Gynäkologie, Hautklinik, Viszeralonkologisches Zentrum, Zentren für Endokrine Malignome, gastrointenstinale Tumore, Niere, hämatologische Neoplasien) erfolgt regelhaft ein Erstkontakt mit dem psychoonkologischen Konsiliar-Dienst. Patient*nnen, die in anderen Abteilungen, z.B. der Neurochirurgie mit einer Krebsdiagnose behandelt werden, können jederzeit auf eigenen Wunsch oder bei Betreuungsbedarf ein Gespräch während des stationären Aufenthaltes in Anspruch nehmen. Die Anmeldung erfolgt als Konsil über den behandelnden Arzt.

Dauer: Die konsiliarische Anmeldung erfolgt über die onkologischen Zentren im Rahmen der Behandlungsroutine, in anderen Abteilungen bedarfsorientiert. Dauer und Häufigkeit des Kontaktes richten sich nach dem individuellen Betreuungsbedarf.

Konzept:  Die psychoonkologische Behandlung ist ein niederschwelliges Beratungsangebot zur Bewältigung einer Krebserkrankung und ihrer Folgen. Die Gespräche können zu jedem Zeitpunkt der Diagnose erfolgen, z.B. bei Erstdiagnose aber auch bei palliativer Erkrankungssituation. In der Regel finden die Gespräche am Bett oder in unseren Therapieräumen statt. Die Begleitung erfolgt bedarfsorientiert und dient der psychischen Stabilisierung, der Unterstützung der Krankheitsverarbeitung sowie der Förderung und dem Erhalt von Lebensqualität. Bei Bedarf können begleitende Gespräche für die Angehörigen realisiert werden, auch in Form von Familiengesprächen.

Abhängig von der Art der Erkrankung stehen Patient*innen verschiedene ambulante Behandlungsmöglichkeiten offen.

 

ASV (ambulante spezialärztliche Versorgung):

Zugang: Im Rahmen einer gynäkologischen, urologischen Tumorerkrankung oder einer Krebsdiagnose des Magen-Darm-Traktes können über die Dauer einer onkologischen Behandlung am Klinikum Darmstadt oder des niedergelassenen Kernteams in der Praxis Dres. Kojouharoff, Rieger, Dingeldein  ambulante psychoonkologische Beratungsgespräche erfolgen (Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung ASV). Die Zuweisung erfolgt durch den mitbehandelnden Arzt, im Klinikum Darmstadt. Findet die ambulante Behandlung in der Praxis des Kernteams statt, wird ein durch die Kollegen ausgestellter Überweisungsschein benötigt. Die Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung via Telefon.

Dauer: Während der onkologischen Behandlung, sind mehrere Termine möglich. Mit Beendigung der onkologischen Therapie ist eine weiterführende Mitbetreuung nach aktueller Gesetzesgrundlage für diese Patientengruppe leider nicht mehr möglich.

Konzept: Ressourcenfördernde therapeutische Verfahren zur Bewältigung der aktuellen Krankheitssituation

Behandlung nach §116b im Bereich Psychoonkologie

TU116b:

Zugang: Patient*innen mit anderen Tumordiagnosen (z.B. Lungen-, Haut-, Weichteiltumore, hämatoonkologische Erkrankungen) können gegenwärtig unabhängig von der Art und Dauer der medizinischen Behandlung am  Klinikum Darmstadt ambulante psychoonkologische Gespräche nutzen.

Die Zuweisung erfolgt über ein Überweisungsschein gemäß §116b SGB V vom Hausarzt oder Facharzt. Die Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung via Telefon.

Dauer: üblicherweise ein 50-minütiges Beratungsgespräch im Monat vor auch nach Beendigung der Behandlung im Klinikum.

Konzept: Stützende psychotherapeutische oder psychoonkologische Behandlung zur Verarbeitung der akuten Erkrankung.

Weitere Angebote: Entspannungsgruppe,  Vortrag zu Ernährung und Krebs gemeinsam mit unseren Diätassistet*innen, Kosmetikseminar

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei. Wir freuen uns über eine Spende an den Verein der Freunde und Förderer des Klinikums Darmstadt e.V.