Notfall
Terminanfrage
Schwangerschaft & Geburt
Lageplan
Ansprechpersonen
Lob & Kritik

Leistungsgruppen stärken Südhessen Kliniken als zentralen Versorger der Region

Zuteilung der Leistungsgruppen bestätigt strategischen Kurs – Notfallversorgung bleibt wohnortnah, komplexe Medizin wird gebündelt.

Die Zuteilung der Krankenhaus-Leistungsgruppen stärkt die Südhessen Kliniken als zentralen Versorger für Darmstadt und die Region. Besonders gestärkt wird die komplexe onkologische Versorgung sowie weitere hochspezialisierte und planbare Behandlungen. „Das ist ein sehr gutes Signal für unsere Patientinnen und Patienten und für unsere Mitarbeitenden“, sagt Sven Axt, kaufmännischer Geschäftsführer der Südhessen Kliniken, zu denen das Klinikum Darmstadt und das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT zählen. „Unsere frühzeitige strategische Ausrichtung zahlt sich aus. Wir bündeln Kompetenzen, entwickeln Spezialisierungen weiter und stellen unsere beiden Standorte gemeinsam zukunftsfähig auf. Die Zuteilung gibt uns dafür Planungssicherheit“, freut sich Aufsichtsratsvorsitzender André Schellenberg.

Im Notfall nah – bei komplexen Behandlungen spezialisiert

„Das entscheidende Momentum der Krankenhausreform, die sich im ersten Schritt durch die Einführung von Leistungsgruppen abbildet, ist die Leistungskonzentration in der spezialisierten Medizin, während die Notfallversorgung entsprechend den lokalen Verhältnissen möglichst wohnortnah erhalten bleibt“, sagt Dr. Jörg Noetzel, medizinischer Geschäftsführer.

An den Südhessen Kliniken bleiben deshalb unter anderem die Leistungsgruppen Allgemeine Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie sowie Geburtshilfe und Allgemeine Frauenheilkunde etc. erhalten. Zugleich werden spezialisierte Leistungen wie bestimmte kardiologische und gefäßchirurgische Behandlungen, Endoprothetik, Wirbelsäuleneingriffe, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie Leistungen der HNO und Neurochirurgie an großen Standorten wie dem Klinikum Darmstadt gebündelt. Auch die überregionale Schlaganfall- und die spezialisierte Traumaversorgung einschließlich des großen Gebietes der Altersmedizin bleiben ein wichtiger Bestandteil des medizinischen Spektrums der beiden Standorte. „Unabhängig davon bietet die Spezialisierung der Medizin die Möglichkeit, an beiden Standorten der Südhessen Kliniken die jeweiligen Stärken noch weiter auszubauen, wie Sie auch im Medizinkonzept hinterlegt sind. Für die Menschen in Südhessen heißt das: Im Notfall sind wir nah – und bei komplexen Erkrankungen bieten wir hochspezialisierte Medizin in starken Zentren“, so Noetzel weiter.

Onkologisches Zentrum wird weiter gestärkt

Eine besondere Rolle spielt die Krebsmedizin. Das Klinikum Darmstadt ist eines von 13 Onkologischen Zentren nach G-BA in Hessen, das einzige im Versorgungsgebiet Darmstadt und zugleich koordinierendes Haus im Rahmen des Hessischen Onkologie-Konzeptes für die Region. An diesen Zentren soll die komplexe onkologische Versorgung künftig stärker konzentriert werden. Dazu zählen unter anderem Eingriffe an Rektum, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse und Leber, Stammzelltransplantationen sowie die Behandlung von Leukämien, Lymphomen, Brust- und Eierstockkrebs. Verbindliche Qualitätsanforderungen, Mindestfallzahlen und interdisziplinäre Tumorkonferenzen sichern dabei eine hohe Behandlungsqualität.

„Gerade in der Krebsmedizin ist die Spezialisierung der entscheidende Faktor für die Versorgungsqualität. Hier geht es darum, mit eingespielten und sehr erfahrenden Behandlungsteams auf dem neuesten Stand der medizinischen Entwicklung zu sein und im Sinne der Ergebnisqualität im Zweifel die Leistungserbringung an wenigen Kliniken zu bündeln. Dass unsere Rolle hier an den Südhessen Kliniken weiter gestärkt wird, ist eine sehr gute Nachricht für die Patientinnen und Patienten in der gesamten Region“, so Noetzel.

Die Geschäftsführung begrüßt den frühzeitig eingeschlagenen Weg des Hessischen Gesundheitsministeriums. Hessen setzt auf eine wohnortnahe Versorgung im Notfall und eine stärkere Spezialisierung bei komplexen und planbaren Behandlungen. „Klare Kriterien, frühzeitiger Dialog und verlässliche Rahmenbedingungen geben uns die notwendige Sicherheit für diesen Transformationsprozess“, sagt Axt. „Wir können jetzt weiter gestalten – für eine starke medizinische Versorgung in Darmstadt und ganz Südhessen.“

Die neuen Leistungsgruppen sollen zum 1. Januar 2027 wirksam werden. Bis 2028 müssen die Krankenhäuser diejenigen Abteilungen und medizinischen Leistungen abbauen, für die sie keine Zuteilung erhalten haben.

↑