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Drei Fachbereiche

Neurozentrum

Das Neurozentrum (N³) am Klinikum Darmstadt ist ein Zusammenschluss der Kliniken für Neurologie und Neurointensivmedizin, der Klinik für Neurochirurgie und des Instituts für Neuroradiologie. Gemeinsam bieten unsere drei Fachrichtungen rund um die Uhr eine umfassende Versorgung für Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen neurologischen und neurochirurgischen Erkrankungen am Klinikum Darmstadt an. Durch die enge Zusammenarbeit harmonisieren wir die Diagnostik- und Behandlungswege für das bestmögliche Ergebnis. Innerhalb des Neurozentrums behandelt die Neurologie Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, wie zum Beispiel Schlaganfälle, Epilepsie und neurodegenerative Krankheiten. Die Neurochirurgie konzentriert sich auf operative Eingriffe am Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven. Die Neuroradiologie nutzt bildgebende Verfahren wie MRT,CT und Angiographie, um detaillierte Aufnahmen des Gehirns und der Wirbelsäule zu erstellen, die bei Diagnose und Planung von Eingriffen helfen. Insbesondere bietet sie hochspezialisierte Interventionen an wie z.B. Stent, Coiling oder Embolisation bei Gefäßstenosen, Aneurysmata, arteriovenösen Gefäßmissbildungen oder Subduralhämatomen.

Onkologie

Die Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen aller Art ist ein besonderer Schwerpunkt am Klinikum Darmstadt. Nachweislich führt die interdisziplinäre Planung und Durchführung diagnostischer und therapeutischer Schritte zu einer Verbesserung der Behandlungsqualität von Krebspatient*innen.

Eine intensive und strukturierte Zusammenarbeit der einzelnen Fachdisziplinen ist hierbei ganz entscheidend. Im Onkologischen Zentrum Klinikum Darmstadt haben sich 2010 die an der Betreuung von Krebspatient*innen beteiligten Fachdisziplinen unseres Hauses zusammengefunden, um unseren Patient*innen eine optimale Betreuung unter Hinzuziehung aller erforderlichen Spezialist*innen zu ermöglichen. Dieses wurde erstmals 2011 nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie erfolgreich zertifiziert. 

Die hohe strukturelle Qualität des Onkologischen Zentrums am Klinikum Darmstadt ermöglicht es, dass bei jedem Krebspatient*innen ein fachübergreifender und ganzheitlicher Ansatz für Diagnostik und Therapie umgesetzt wird, unabhängig von der gewählten Eintrittspforte.

Zentraler Bestandteil des Onkologischen Zentrums in diesem Sinne sind die mehrmals wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen, in denen die Befunde unserer Patient*innen  von den beteiligten Chef- und Oberärzt*innen aus den Fachdisziplinen beurteilt und das optimale Therapiekonzept erarbeitet wird. In die Therapiekonzepte werden auch die niedergelassenen Haus- und Fachärzt*innen mit einbezogen.

Die Diagnostik und Therapie erfolgt nach dem medizinischen Standard der aktuell geltenden S3-Leitlinien. Unsere Ärzt*innen nehmen regelmäßig an Leitliniesitzungen (auch überregional) teil. Weiterhin werden regelmäßig interdisziplinäre Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für Patient*innen, Angehörige und Mediziner*innen durchgeführt. 

Das Onkologische Zentrum Klinikum Darmstadt veranstaltet regelmäßig interdisziplinäre und interprofessionelle Qualitätszirkel zu ausgewählten Themen aus der Medizin und Pflege sowie des Qualitätsmanagements. Die Veranstaltungen sind für niedergelassene Ärzt*innen, Behandlungspartner*innen und Interessierte öffentlich zugänglich. Alle Veranstaltungen des Onkologischen Zentrums werden im Veranstaltungskalender des Onkologischen Zentrums angekündigt.

Durch die Teilnahme an klinischen Studien können wir im Onkologischen Zentrum unseren Patient*innen auch frühzeitig innovative Krebstherapien anbieten.

Eintrittspforten für elektive Patient*innen sind die Ambulanzen der operativen Fachgebiete und die Onkologische und Hämatologische Ambulanz der Klinik für Onkologie und Hämatologie mit ihren Spezialsprechstunden. Die Aufnahme von Notfallpatienten erfolgt über die Zentrale Notaufnahme und das Institut für Radioonkologie und Strahlentherapie.  

Traumazentrum

Das Klinikum Darmstadt ist aufgrund seiner fachlichen Qualifikation und aufgrund der baulich- apparativen Ausstattung durch die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie als überregionales Traumazentrum zertifiziert. Darüber hinaus wurde es durch die Berufsgenossenschaft zum Verletztenartenverfahren zugelassen. Somit übernimmt das Klinikum Darmstadt in der Versorgung Schwerstverletzter eine Schlüsselrolle in der Region Südhessen.

Um die Qualität der Schwerverletztenversorgung weiter zu optimieren, hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie eine externe Zertifizierung aller an der unfallchirurgischen Versorgung teilnehmenden Kliniken etabliert und ein Traumanetzwerk aufgebaut. Das Klinikum Darmstadt ist als überregionales Traumazentrum Teil des Traumanetzwerkes Hessen.

Interne Kooperationen

Im Traumazentrum wird der Unfallverletzte in einen sogenannten Schockraum eingeliefert, der sich im Klinikum Darmstadt innerhalb der Zentralen Notaufnahme befindet und alle Möglichkeiten der Intensivüberwachung, der raschen und schnellen Diagnostik der Verletzungsfolgen sowie die Möglichkeit erster lebensrettender chirurgischer Notfalleingriffe bietet. Da der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle für das Überleben und die Verhinderung von Folgeschäden bildet, ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzt*innen verschiedener Fachrichtungen erforderlich.

Bereits bei Einlieferung des Schwerverletzten in den Schockraum ist neben einem Anästhesisten, einem Unfall- und einem Allgemeinchirurgen auch ein Neurochirurg anwesend, um die Verletzungsschwere sofort abschätzen zu können.

Besondere Bedeutung hat dabei die enge Zusammenarbeit zwischen einem erfahrenen Anästhesisten und erfahrenen Unfallchirurgen. Bei Bedarf können zudem rasch Ärzt*innen weiterer Fachrichtungen wie z.B. HNO, Kieferchirurgie, Urologie oder Gynäkologie hinzugezogen werden.