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Nuklearmedizinische Diagnostik

In der Nuklearmedizin werden schwach radioaktiv markierte Substanzen genutzt, um biologische Vorgänge im Körper sichtbar zu machen. Dabei wird eine sehr geringe Menge eines radioaktiven Arzneimittels verabreicht, meist als kleine Injektion in eine Armvene. Je nach Fragestellung und Zielorgan werden spezifische Radiopharmaka eingesetzt, die sich gezielt im entsprechenden Gewebe anreichern.

Mit speziellen Gamma-Kameras oder PET/CT-Systemen, die in der Lage sind, die ausgesendete Strahlung zu detektieren und in Bilder umzuwandeln, kann anschließend der Stoffwechselprozess dargestellt und analysiert werden.

Die Strahlenbelastung bei nuklearmedizinischen Untersuchungen ist insgesamt gering. Sie liegt meist im Bereich einer Röntgenaufnahme und unterhalb der Dosis einer Computertomographie. Die eingesetzten Radiopharmaka zerfallen innerhalb kurzer Zeit im Körper und werden über die Nieren oder den Darm ausgeschieden. Wie hoch die effektive Strahlendosis im Einzelfall ist, hängt vom verwendeten Radiopharmakon sowie vom untersuchten Organ ab, nicht jedoch von der Anzahl der aufgenommenen Bilder.

Da jede Strahlenexposition sorgfältig gegen den diagnostischen Nutzen abgewogen wird, führen wir nuklearmedizinische Untersuchungen nicht routinemäßig, sondern ausschließlich bei gezielten medizinischen Fragestellungen durch.

Unser Untersuchungsspektrum umfasst:

Szintigraphien (ggf. mit SPECT)

  • Wächterlymphknoten-Szintigraphie (Sentinel)
  • Knochenszintigraphie
  • Nierenszintigraphie (Tc-99m-MAG3)
  • Nebenschilddrüsen-Szintigraphie (Tc-99m-MIBI)
  • Myokardszintigraphie (Herzszintigraphie)
  • Lungenszintigraphie (Perfusion)
  • Nachweis einer kardialen ATTR-Amyloidose mittels Skelettszintigraphie

Positronen-Emissions-Tomographie (PET/CT)

  • FDG-PET/CT zur Diagnostik und Therapiekontrolle bei Krebserkrankungen

Die Auswahl des geeigneten Untersuchungsverfahrens erfolgt individuell durch unsere Nuklearmediziner, gegebenenfalls in Abstimmung mit den behandelnden Kolleginnen und Kollegen sowie den Patient*innen.

 

Unser Behandlungsspektrum

Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) sind die Blutgefäße, vor allem in den Beinen, verengt oder verschlossen – oft einhergehend mit Schmerzen, Gehstörungen oder offenen Wunden.

In unserer Angiographieeinheit bieten wir innovative, endovaskuläre Techniken zur Wiedereröffnung dieser Gefäße an – darunter die retrograde Rekanalisation, bei der der Zugang zum Gefäß über einen Umweg von „hinten“ erfolgt, wenn der normale Weg blockiert ist. Zudem setzen wir bei stark verkalkten Gefäßen auf die intravaskuläre Lithotripsie, eine Art „Mini-Ultraschall-Stoßwellentherapie“ direkt im Gefäßinneren.

Ziel: Wiederherstellung der Durchblutung – für mehr Lebensqualität und Mobilität.

Bei bestimmten Lebererkrankungen kann es zu einem gefährlich erhöhten Druck in den Blutgefäßen der Leber kommen – mit Risiken wie Blutungen oder Wasseransammlungen im Bauchraum (Aszites). Mit dem TIPS-Verfahren schaffen wir minimal-invasiv einen künstlichen Verbindungskanal innerhalb der Leber, der den Blutfluss entlastet. Die Behandlung erfolgt ohne offene Operation – über die Halsvene mit modernster Bildgebung gesteuert.

Ziel: Druckentlastung und Schutz vor Komplikationen bei Leberzirrhose oder portaler Hypertension.

Die transarterielle Chemoembolisation (TACE) ist ein spezialisiertes Verfahren zur Behandlung bestimmter Lebertumoren, vor allem beim Leberzellkarzinom. Dabei bringen wir über einen dünnen Katheter die Medikamente direkt in die Blutgefäße, die den Tumor versorgen. Gleichzeitig wird die Blutzufuhr zum Tumor gezielt unterbrochen – was die Wirkung verstärkt und das gesunde Gewebe schont.

Ziel: Lokale Tumorbekämpfung mit möglichst geringen Nebenwirkungen.

Starke innere Blutungen – zum Beispiel durch Verletzungen, Tumore oder Gefäßrisse – können lebensbedrohlich sein. In solchen Fällen ist schnelles Handeln entscheidend. Mit minimal-invasiven Katheterverfahren sind wir in der Lage, gezielt blutende Gefäße zu verschließen, ohne dass eine Operation notwendig ist. Diese sogenannte Embolisation erfolgt unter Röntgenkontrolle und kann in kürzester Zeit lebensrettend wirken.

Ziel: Schnelle, präzise Blutstillung bei inneren Notfällen.