Bei einer Herzinsuffizienz (auch Herzschwäche oder Herzmuskelschwäche genannt) pumpt das Herz nicht mehr genügend Blut durch den Körper. Die Herzinsuffizienz ist eine der bedeutendsten Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und eine der häufigsten Todesursachen. Jedes Jahr werden in Deutschland 450 000 Patient*innen wegen einer Herzschwäche im Krankenhaus behandelt. Eine Herzinsuffizienz kann plötzlich auftreten oder sich langsam über einige Monate oder viele Jahre entwickeln. Die häufigste Ursache ist ein Herzinfarkt aber auch koronare Herzkrankheiten oder eine Erkrankung des Herzmuskels können dazu führen.
„Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Behandlung von Menschen mit Herzinsuffizienz. Wir haben alle Möglichkeiten an der Hand, um das ganze Spektrum der Herzschwäche – von der Diagnostik bis zur Behandlung des Kreislauf-Schocks – nach dem Stand des Wissens abzudecken, erklärt Prof. Philip Wenzel, Direktor der Med I. Derzeit streben er und sein Team die Zertifizierung der Klinik zu einer zur Heart Failure Unit an. Dafür muss auch das Personal besonders geschult werden, unter anderem braucht es spezialisierte Herzinsuffizienz-Assistenzen, die die Patient*innen beraten können. Silvia Verde und Katharina Herzog haben dieses Ausbildung bereits gemacht.
„Wenn ältere Menschen merken, dass sie bei Bewegung außer Puste kommen, sagen sie oft, ich habe ein schwaches Herz, ich bin eben alt. Aber das ist falsch, es gibt immer einen Grund beziehungsweise eine Erkrankung für die Kurzatmigkeit, die behandelt werden muss“, erklären die beiden.
„Unsere Aufgabe ist es dann, die Patient*innen zu beraten und in Kontakt mit ihnen zu bleiben, was auch in Videosprechstunden passieren soll“, erklären die beiden Frauen. Tägliche Gewicht-, Blutdruck- und Pulskontrolle, Bewegung, ausreichende Ernährung und eine psychologische Betreuung sind für die Patient*innen wichtig. Das tägliche Wiegen gibt Aufschluss darüber, ob der Körper vermehrt Wasser einlagert, was ein Alarmzeichen ist.
Behandelt wird eine Herzschwäche mit Medikamenten und auch Bewegung ist, neben der Ernährung, ein wichtiger Baustein in der Therapie. Außerdem muss natürlich die Grunderkrankung, die zu der Herzschwäche geführt hat, behandelt werden.
