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„Ich bin glücklich, dass ich überlebt habe“

Tomko Bagaric erleidet eine subarachnoidale Blutung und wird im Klinikum behandelt

Die akute subarachnoidale Blutung (SAB) ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der entsteht, wenn ein Aneurysma der Hirnarterien reißt. Typische Symptome sind ein plötzlicher, starker Kopfschmerz, neurologische Ausfälle und Bewusstseinsstörungen.

Betroffen sind meist Menschen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Zwischen zehn und 25 Prozent der Patient*innen sterben sofort nach der Blutung oder noch während der Fahrt ins Krankenhaus. Nur etwa 30 Prozent der Überlebenden können nach der Erkrankung ihren Alltag selbstständig meistern oder ins Berufsleben zurückkehren.

So wie Tomko Bagaric. Der heute 44 Jahre alte Mann aus Darmstadt wachte am Morgen des 24. Januar 2024 auf - so wie jeden Morgen, sehr früh - ging ins Bad, putze sich die Zähne und ab dann hat er kaum noch Erinnerungen, sondern kann nur das wiedergeben, was ihm seine Frau erzählt hat. Er muss im Bad hingefallen sein, denn er hatte eine blutende Wunde am Kopf, legte sich damit aber wieder ins Bett. Als seine Frau aufwachte, merkte sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Tomko Bagaric war verwirrt. Sie rief den Rettungswagen und Tomko Bagaric kam ins Klinikum Darmstadt. Dort erfolgte nach der Diagnosestellung einer SAB mit zwei Hirngefäß-Aneurysmen sofort die minimal invasive Behandlung mit Platinspiralen und Stent.  „Der anschließende dreimonatige Krankenhausaufenthalt war bedingt durch ausgeprägte Gefäßverengungen der Hirnarterien (zerebrale Vasospasmen), die die Durchblutung des Gehirns gefährden können. Deshalb waren mehrere minimalinvasive endovaskuläre Behandlungen über einen Gefäßmikrokatheter und Neuroballons erforderlich, über die die Hirngefäße medikamentös und mechanisch erfolgreich erweitert wurden. Der Krankheitsverlauf wurde zudem durch eine Infektion mit Entzündung der Hirnkammern (Ventrikulitis) zusätzlich erschwert, die eine intensive antibiotische Behandlung notwendig machte“, erklärt Prof. Dr. Marius Hartmann, Direktor des Instituts für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin, der Tomko Bagaric behandelt hat. Nach Ausheilung der Infektion wurde dauerhaft ein Hirnwasser-Shunt eingesetzt. Anschließend kam der Familienvater in eine Reha. „An diese Zeit habe ich auch nur noch wenig Erinnerung.“

Heute geht es dem Vater von zwei kleinen Kindern soweit gut, sogar die Bewegungseinschränkung im rechten Bein hat er mit viel Sport ausgeglichen. „Ich war aber in der Reha auch sehr motiviert und treibe bis heute sehr viel Sport.“ Dennoch: Seinen Stehplatz bei den Darmstädter Lilien überlegt er aufzugeben, und ihn gegen einen Sitzplatz zu tauschen, „denn das lange Stehen schaffe ich nicht mehr. Nach dem Fußball gehe ich mit meinen Freunden häufig noch zum Dart spielen, da treffe ich auch nicht mehr so gut, aber meine Freunde sagen, ich wäre auch vorher nicht besser gewesen“, lacht er. „Ich bin glücklich, dass ich es überlebt habe und auch, dass ich wieder in meinem alten Job arbeiten kann.“